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TITEL, ZUSAMMENFASSUNGEN, AUTOREN UND
SCHLÜSSELWÖRTER DER BEITRÄGE AB AUSGABE 1/2009 |
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| 1/2009 |
Darf ich oder darf ich nicht? Situationsbewusstsein im Umgang mit
Nebenaufgaben während der Fahrt Situationsbewusstsein und antizipative Prozesse Fahren Ältere situationsbewusster als Jüngere? Kognitive Parameter für die Beziehung von Situationsbewusstsein und Verhalten
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| 2/2009 |
Gesellschaftliche Knotenpunkte arbeitspolitischer Programmentwicklung in Deutschland Umsetzungskonzepte im Humanisierungsprogramm - und was man daraus für heute lernen könnte Das HdA-Programm - Ausbruch aus der traditionellen Technologiepolitik Humanisierung des Arbeitslebens - Ein sozial- und forschungspolitisches Lehrstück Der Beitrag des HDA-Programms für die Weiterentwicklung des Arbeitsschutzes Erfahrungen aus dem VW-Projekt Wahlarbeitszeit - ein Zukunftsmodell Kriterien menschengerechter Arbeit im Lohnrahmentarifvertrag II / Manteltarifvertrag von 1973 Grenzen der Übertragbarkeit der HdA-Forschung auf die heutige Arbeitsforschung Gender - eine unverzichtbare Perspektive in einem neuen Humanisierungsprogramm Zur Aktualität des Konzepts der „Betrieblichen Lebenswelt“ Parallelentwicklungen in der DDR zur „Humanisierung des Arbeitslebens“ (HdA) Arbeitswissenschaft im „Humanisierungsdiskurs“ - Eine Retrospektive Arbeitswissenschaftliche Bewertung des DGB-Index ‘Gute Arbeit’
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| 3/2009 |
Ergotyping im rechnerunterstützten Entwicklungs- und Gestaltungsprozess Beurteilung von Systemen im Fahrzeug – welche Messmethoden sind geeignet? Situationsbewusstsein und Automation bei Arbeitsplätzen der Marine
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| 4/2009 |
Erfolgreich Arbeiten: Qualifizierter. Flexibler. Gesünder. Das
arbeitspolitische Rahmenkonzept zur Entwicklung und Förderung der
Beschäftigungsfähigkeit in Nordrhein-Westfalen Beschäftigungsfähigkeit entwickeln und erhalten – Ansprüche aus gewerkschaftlicher Sicht Beschäftigungsfähigkeit erhalten – Eigenverantwortung stärken |
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Darf ich oder darf ich nicht? Situationsbewusstsein im Umgang mit Nebenaufgaben während der Fahrt Autoren: Nadja Rauch, Barbara Gradenegger, Hans-Peter Krüger
Schlüsselwörter: Situationsbewusstsein, Methode, Nebenaufgabe, Antizipation, Fahrsimulation
Zusammenfassung
Praktische Relevanz Die Finanzierung der hier
dargestellten Arbeiten erfolgte im Rahmen des Projekts „Das Konzept des
Situationsbewusstseins und seine Implikationen für die Fahrsicherheit im
Auftrag der Foschungsvereinigung Automobiltechnik e.V. und der
Bundesanstalt für Straßenwesen (FE 82.293/2005). Situationsbewusstsein und antizipative Prozesse Autoren: K. Wolfgang Kallus Schlüsselwörter: Situationsbewusstsein, Flugunfälle, räumliche Desorientierung, psychophysiologische Beanspruchungsmessung, Simulatorstudie, antizipative Verhaltenssteuerung Zusammenfassung Praktische
Relevanz Fahren Ältere situationsbewusster als Jüngere? Autoren: Mark Vollrath, Jannette Maciej, Jürgen Howe,Susanne Briest Schlüsselwörter: Ältere Fahrer, Kreuzung, Fahrverhalten, Unfallrisiko, Situationsbewusstsein
Zusammenfassung
Praktische Relevanz
Autoren: Martin R. K. Baumann, Diana Rösler, Josef F. KremsSchlüsselwörter: Visuelle Beanspruchung, kognitive Beanspruchung, Ablenkung, Situationsmodell, Zweitaufgaben, Fahren
Zusammenfassung Praktische
Relevanz Kognitive Parameter für die Beziehung von Situationsbewusstsein und Verhalten Autoren: Oliver Sträter Schlüsselwörter: Situationsbewusstsein, Kognitive Kopplung, Kognitiver Verarbeitungszyklus, Antizipation, Zeitliche Adaptation, Modellierung des Fahrers Zusammenfassung
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Gesellschaftliche Knotenpunkte arbeitspolitischer Programmentwicklung in Deutschland Autoren: Günter Neubauer und Paul Oehlke Schlüsselwörter: Arbeitsforschung und Arbeitspolitik, Humanisierung der Arbeit und Qualität der Arbeit, sozial orientierte Forschungs- und Technologiepolitik, institutionalisierte Beteiligungsformen und gesellschaftliche Kräftekonstellation, demokratischer Sozialstaat und regulierte Märkte Zusammenfassung Der Beitrag versucht das häufig vernachlässigte Verhältnis zwischen der politischen Großwetterlage und dem Binnenklima der arbeitspolitischen Programmentwicklung anhand zentraler gesellschaftlicher Knotenpunkte herauszuarbeiten. Arbeitspolitischen Protagonisten gelang es, die gesellschaftlichen Reformimpulse seit Ende der 1960er Jahre in ein staatliches Humanisierungsprogramm umzusetzen. Institutionalisierte Beteiligungsformen beförderten eine arbeitspolitische Kräftekonstellation, die im Zuge der neoliberalen Freisetzung der Marktkräfte an Gewicht verloren hat. Chancen einer humanisierungspolitischen Renaissance entstehen jedoch in der aktuellen Krise, die ordnungspolitische Regulative und öffentliche Interventionen wieder auf die Tagesordnung stellt. Praktische Relevanz Die Analyse von gesellschaftlichen Determinanten arbeitspolitischer Programme kann ein tieferes Verständnis über die praktische Relevanz arbeitswissenschaftlicher Förderaktivitäten und der Auswahlkriterien von Forschungsgegenständen vermitteln. Damit dürfte sich zugleich die Einschätzung über breitere Umsetzungschancen von Forschungsergebnissen verbessern. Es gilt daher, ein refl exives Verhältnis zur Kontextabhängigkeit eigener Beiträge zur konkreten Verbesserung der Arbeits- und Lebensbedingungen zu entwickeln. Umsetzungskonzepte im Humanisierungsprogramm - und was man daraus für heute lernen könnte Autoren: Gerd Peter und Willi Pöhler Das HdA-Programm - Ausbruch aus der traditionellen Technologiepolitik Autoren: Hans Matthöfer und Hans-Henning Herzog Humanisierung des Arbeitslebens - Ein sozial- und forschungspolitisches Lehrstück
Autoren:
Hans-Jürgen Bieneck
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Autoren: Hannes Gotthartsleitner, Peter Eberle und Christian Stary Schlüsselwörter: Usability Engineering Life Cycle, SW-Entwicklungszyklus, User Experience, hedonistische Qualität, Usability Zusammenfassung Der Beitrag analysiert durch eine Aufarbeitung der vorhandenen Ansätze, welche Erweiterungen des traditionellen Usability Engineering sich durch das neue Konzept User Experience (UX) hinsichtlich der Ziele und Methoden zur Gestaltung interaktiver Systeme ergeben. Nach einem kurzen Überblick über beide Konzeptionen werden die proklamierten Ziele und Methoden von UX für den Gestaltungsprozess interaktiver Systeme vertieft. Die terminologische Diskussion von UX zeigt eine Vielfalt von Ansätzen. Bezüglich Gestaltung und Evaluierung lässt sich erkennen, dass UX-Vorgehensmodelle besonders im Rahmen der Analyse von Anforderungen und des Entwurfs durch Usability-Engineering-Techniken Berücksichtigung finden können. Mit Hilfe der vorliegenden Ergebnisse kann die praktische Anwendbarkeit von UX Konzepten im Rahmen der Entwicklung interaktiver Systemeverbessert werden. Praktische Relevanz Der Beitrag liefert einen Überblick über bestehende Konzepte zu UX und Usability Engineering. Darüber hinaus bringt er Anleitungen zu integriertem Vorgehen bei UX- und Usability- Engineering-basierten Entwicklungsansätzen. Ergotyping im rechnerunterstützten Entwicklungs- und Gestaltungsprozess Autoren: Christiane Kamusella und Martin Schmauder Schlüsselwörter: Ergonomiewerkzeuge, Menschmodelle, Produktentwicklungsprozess, Digital Prototyping, Maschinensicherheit Zusammenfassung Der rechnerunterstützte Entwicklungs- und Gestaltungsprozess technischer Produkte und Systeme wird unter Nutzung digitaler Prototypen durchgeführt. Für ergonomiebezogene Aufgabenstellungen gelangen dabei Ergonomiewerkzeuge in Form digitaler Menschmodelle zur Anwendung. Die auf spezielle ergonomische Aspekte ausgerichteten Methoden und Werkzeuge können unter dem neuen Begriff Ergotyping, einem Kunstwort aus Ergonomie und Prototyping gefasst werden. Dieser Beitrag vermittelt einen generellen Überblick zur Einordnung des Ergotypings. Am Beispiel der Produktergonomie und einschränkend für den Bereich Maschinen werden künftige Zielstellungen zur Weiterentwicklung digitaler Ergonomiewerkzeuge diskutiert und begründet. Praktische Relevanz Digitale Menschmodelle als Ergonomiewerkzeuge besitzen vielseitige Funktionalitäten für Forschungs- und Entwicklungsaufgaben und helfen dabei, differenzierte ergonomische Anforderungen zu erfüllen. Dieser Beitrag lenkt das Augenmerk auf die vom Hersteller von Produkten verbindlich zu beachtenden Sicherheits- und Gesundheitsanforderungen einschließlich der Ergonomie. Es sind noch beträchtliche Anstrengungen erforderlich, in diesem Sinne Ergonomiewerkzeuge um nutzbare Module zu ergänzen. Der Beitrag soll einen Rahmen dafür liefern. Beurteilung von Systemen im Fahrzeug – welche Messmethoden sind geeignet? Autoren: Bettina Abendroth, Ralph Bruder, Klaus Fuchs und Thomas Schramm Autoren: Michael Knoll, Peter Protzel und Peter Sedlmeier Schlüsselwörter: Such- und Rettungsroboter, Mensch-Roboter-Interaktion, Teilautonomie, Anwenderanforderungen Zusammenfassung In der vorliegenden Studie wurde untersucht, wie Rettungskräfte dem Einsatz teilautonomer Roboter in Such- und Rettungseinsätzen gegenüberstehen. Zentrale Themen waren die in Rettungseinsätzen ablaufenden Interaktionsprozesse, die Gestaltung der Roboter, relevante Funktionen und Eigenschaften von Robotern und Voraussetzungen für Akzeptanz der und Vertrauen in die Zusammenarbeit mit teilautonomen Robotern. Die Ergebnisse der Studie stützen sich auf Telefoninterviews, zwei Forschungskolloquien mit hochrangigen Experten von Feuerwehr und THW und eine Fragebogenstudie mit Einsatzkräften der Bereiche Feuerwehr, THW, Polizei, Johanniter und DRK. Die potentiellen Anwender – Rettungskräfte in Leitungsfunktionen – schätzen Such- und Rettungsroboter dann als hilfreich ein, wenn sie durch deren Einsatz entlastet werden und wenn spezifische Funktionen der Roboter die Möglichkeiten der Rettungsmannschaften ergänzen und erweitern. Kritisch werden der Direktkontakt mit Opfern und das Abtreten von Entscheidungsbefugnissen gesehen. Die Vorschläge zur Einbindung in die Einsatzstruktur stellen wichtige Ergänzungen zur technikorientierten Roboterentwicklung dar. Praktische Relevanz Indem die Studie Präferenzen und Vorstellungen der potentiellen Anwender herausarbeitet, leistet sie einen Beitrag dazu, teilautonome Such- und Rettungsroboter ihrem tatsächlichen Einsatzfeld entsprechend zu gestalten und verhindert ressourcenintensive Fehlentwicklungen, wie sie durch rein technikfokussiertes Vorgehen zu befürchten sind. Durch die Thematisierung der häufig vernachlässigten Einbindung der Roboter in Interaktions- und Kommunikationsprozesse geht die Studie über den rein ergonomischen Anwendungsbezug hinaus und ermöglicht Anknüpfungspunkte zu den Sozialwissenschaften. Situationsbewusstsein und Automation bei Arbeitsplätzen der Marine Autoren: Heiko Tietze und Heino Widdel Schlüsselwörter: Situationsbewusstsein, Automation, Assistenzsystem Zusammenfassung Die Luftlagebewertung der Marine erfordert durch eine Vielzahl neuartiger und verbesserter Sensoren sowie neuer Anforderungen an den operativen militärischen Einsatz Assistenzsysteme, die den Systembediener unterstützen und bei seiner Tätigkeit entlasten. In einer experimentellen Untersuchung mit Einsatzoffizieren der Marine wurde geprüft, ob und in welchem Ausmaß das Situationsbewusstsein (SB) durch ein System zur Entscheidungsunterstützung beeinflusst wird. Es zeigte sich, dass der Systembediener bei Nutzung des Assistenzsystems ein geringeres SB hatte. Allerdings wurden dabei tendenziell höhere Leistungsmaße gefunden. Als eine mögliche Ursache für diesen Effekt wird die durch eine Überwachung des Assistenzsystems bedingte Verlagerung des Aufgabenschwerpunkts des Bedieners diskutiert. Diese Aufgabenänderung sollte bei der ergonomischen Gestaltung automatisierter Arbeitsplätze Berücksichtigung finden. Praktische Relevanz Situationsbewusstsein hat sich als ein wichtiger Indikator für die ergonomische Bewertung von Mensch-Maschine-Systemen erwiesen und liefert neben subjektiven Bewertungen und der Erfassung von Leistungsmaßen zusätzliche Informationen zur Qualitätssicherung. Die hier gefundenen Ergebnisse sprechen für eine Minderung des SB unter Assistenzsystemen, die einer Kompensation durch operationelle oder technische Maßnahmen bedürfen. Autoren: Marianela Diaz Meyer & Kurt Landau Schlüsselwörter: Delikate Objekte, instabile Objekte, EMG, Beanspruchungsempfindung, Bewegungsanalyse Zusammenfassung Delikate Arbeitsgegenstände (z. B. instabile Objekte, die mit Flüssigkeit gefüllt sind) machen wegen ihrer besonderen Beschaffenheit eine außerordentliche sorgfältige Handhabung bei vorhandenen Genauigkeitsanforderungen durch den Mitarbeiter erforderlich. Um die Handhabung instabiler Objekte zu erforschen, wurden Laborstudien mit 30 Versuchspersonen durchgeführt. Dabei wurden u. a. Elektromyogramme (EMG) mit Oberflächenelektroden an fünf Muskelgruppen gemessen sowie Befragungen über die subjektive Empfindung der Instabilität durchgeführt. Es wurde festgestellt, dass unterschiedliche Bewegungsstrategien benutzt wurden, um höhere Genauigkeitsanforderungen aufgrund der Objektinstabilität zu erfüllen. Die hochsignifikante Zunahme der elektrischen Aktivitäten bei der Handhabung gefüllter Objekte wies auf Abhängigkeit des Muskeleinsatzes vom Füllstand und damit der geforderten Bewegungsgenauigkeit hin. Der Füllstand wirkte sich ebenfalls signifikant auf die, durch die Versuchspersonen empfundene Instabilität aus. Praktische Relevanz Beispiele für die Handhabung delikater Objekte bzw. instabiler Objekte findet man in chemisch-pharmazeutischen Labors, im Gesundheitswesen, in der Nahrungsmittelproduktion, im Servicebereich oder bei der Durchführung von Wartungsarbeiten. Leistungs- und Beanspruchungsuntersuchungen aus arbeitswissenschaftlicher Sicht fehlen jedoch. Ebenso sind Beanspruchungsdaten für die digitale Menschmodellierung bei der Handhabung instabiler Objekte erforderlich. |
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Autoren: Uwe Loß, Roland Matzdorf, Gottfried Richenhagen, Willi Riepert Zusammenfassung Gegenstand des vorliegenden Beitrages ist das arbeitspolitische Rahmenkonzept zur Entwicklung und Förderung von Beschäftigungsfähigkeit, das vom Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen entwickelt wurde. Ausgehend von einer kurzen Darstellung der gesellschaftlichen und vor allem der wirtschaftlichen Bedingungen, die dieses Konzept induziert haben, und einer Definition des Begriffes Beschäftigungsfähigkeit werden zunächst Ziel, Adressaten und Handlungsfelder erläutert. Im Anschluss daran findet sich eine kurze Beschreibung der verwendeten Instrumente und Förderangebote. Schließlich werden erste Ergebnisse referiert, die die Umsetzung dieses Konzeptes hervorgebracht hat. Das Fazit lautet: Durch das arbeitspolitische Konzept zur Entwicklung und Förderung der Beschäftigungsfähigkeit in Nordrhein-Westfalen werden Aktivitäten und Maßnahmen initiiert, die dazu beitragen, dass Unternehmen und Beschäftigte sich erfolgreich an Standorten und auf Märkten behaupten können. Es leistet somit einen arbeitspolitischen Beitrag zur Standortstärkung und –sicherung der Wirtschaft in NRW. Beschäftigungsfähigkeit entwickeln und erhalten – Ansprüche aus gewerkschaftlicher Sicht Autoren: Klaus Pickshaus, Heiko Spieker Zusammenfassung Der Beitrag plädiert aus gewerkschaftlicher Sicht für eine nachhaltige Unternehmenspolitik, die die Beschäftigungsfähigkeit als Ziel einschließt. Gute Arbeitsbedingungen erhöhen nachweislich die Beschäftigungsfähigkeit. Deshalb dürfen die Leistungsbedingungen und die Gestaltung der Arbeitsorganisation nicht einseitig an wirtschaftlichen Renditekennzahlen ausgerichtet sein, sondern müssen den Menschen und sein Arbeitsvermögen als Maß einschließen. Ein neues Präventionsverständnis schließt ein, Frühwarnsignale durch Befindlichkeitsstörungen und "Beinahe-Erkrankungen" ernst zu nehmen. Die Beteiligung der Beschäftigten an der Suche nach den Ursachen für Befindlichkeitsstörungen ist dabei unverzichtbar. Eigenverantwortung und Veränderungsbereitschaft bei den Beschäftigten setzen klare Rahmenbedingungen voraus, die die Unternehmen sichern müssen. Dazu zählen die Stabilität der Beschäftigungsverhältnisse ebenso wie die Partizipation der Beschäftigten an der Planung ihres Erwerbsverlaufes. Dies schafft die Voraussetzung für notwendige frühzeitige Tätigkeitswechsel bei Tätigkeiten mit begrenzter Ausführungsdauer. Ohne Beteiligung an der Planung, ohne Mitbestimmung und ohne verlässliche Beschäftigungsverhältnisse kann eine Mitwirkungspflicht des Einzelnen am Erhalt der Beschäftigungsfähigkeit nicht eingeklagt werden. Beschäftigungsfähigkeit erhalten – Eigenverantwortung stärken Autoren: Alexander Böhne, Norbert Breutmann Autoren: Ralf Schweer, Ulf Krummreich Schlüsselwörter: Gesundheitskompetenz, Präventionskultur, Gemeinsame Deutsche Arbeitsschutzstrategie (GDA), Beschäftigungsfähigkeit, Modellentwicklung Zusammenfassung Ausgehend von Anforderungen der gewandelten Arbeitswelt wird vor dem Hintergrund der Gemeinsamen Deutschen Arbeitsschutzstrategie ein integriertes Handlungsmodell für gesundes und erfolgreiches Arbeiten entwickelt. Dieses basiert zum einen auf dem Indikator Gesundheitskompetenz und zum anderen auf der Präventionskultur. Es werden drei unterschiedliche Entwicklungsstufen postuliert, die als Orientierung und Entwicklungsmöglichkeit für Unternehmen dienen können. Das Model verfolgt hierbei zwei Ziele: 1.) Gesundheit und Sicherheit in die Kernprozesse eines Unternehmens zu implementieren. 2.) Den einzelnen Mitarbeiter in seiner Gesundheitskompetenz zu stärken und so die Beschäftigungsfähigkeit zu erhalten. Praktische Relevanz Das integrierte Modell der Gesundheitskompetenz und Präventionskultur bietet den Unternehmen eine klare Orientierung über die eigene Präventionskultur und die Kompetenzen der Mitarbeiter. Sowohl auf Ebene des Mitarbeiters, als auch auf der Ebene der Organisation, lassen sich so geeignete Benchmarks entwickeln, die es ermöglichen, Maßnahmen zu Erreichung der folgenden Entwicklungsstufen zu generieren. Darüber hinaus findet das Konzept Eingang in die Gemeinsame Deutsche Arbeitschutzstrategie und beeinflusst daher grundlegend die Ausrichtung der Prävention in Deutschland.
Autoren: Mike Hammes, Rainer Wieland, Sandra Winizuk Schlüsselwörter: Gesundheitsindex, Beanspruchung, körperliche Beschwerden, Absentismus, Präsentismus
Zusammenfassung In diesem Beitrag wird ein ressourcenbezogener Index zur Erfassung und Bewertung des Gesundheitspotenzials von Unternehmen vorgestellt. Der Nutzen des Instruments liegt in der ganzheitlichen Diagnose des Gesundheitspotenzials eines Unternehmens und eignet sich somit dazu, eine wichtige Voraussetzung für Unternehmen abzubilden, die Beschäftigungsfähigkeit ihrer Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen zu erhalten oder zu verbessern. Anhand der Daten aus zwei Studien wird gezeigt, wie sich das hier vorgeschlagene Kennwert-Modell konkret umsetzen und hinsichtlich seiner prognostischen Validität überprüfen lässt.
Praktische Relevanz Der Wuppertaler Gesundheitsindex für Unternehmen ist geeignet, das Gesundheitspotenzial von Unternehmen und Abteilungen abzuschätzen und darauf aufbauend gesicherte Aussagen über die Häufigkeiten körperlicher Beschwerden sowie das Ausmaß von Absentismus und Präsentismus zu treffen und demnach über Größen, die sich letztlich im Unternehmenserfolg, der Leistung, der Beschäftigungsfähigkeit u. v. a. widerspiegelt. Als Index eignet er sich, sowohl den Ist-Stand des betrieblichen Gesundheitspotenzials als auch den Verlauf des Standes übersichtlich wiederzugeben und ordnet sich damit in gängige Controlling-Praxis ein. Da er gerade im Hinblick auf die Häufigkeit körperlicher Beschwerden bis zu vier Stufen des Gesundheitspotenzials unterscheiden kann, ermöglicht er, Gruppen von Beschäftigten ausfindig zu machen, für die Maßnahmen des Betrieblichen Gesundheitsmanagements besonders angezeigt sind. Autoren: Yvonne Ferreira, Verena Bopp, Ralph Bruder Schlüsselwörter: Arbeitsschutz, Stress, Heben und Tragen von Lasten, ältere Mitarbeiter/-innen, Gender, Mainstreaming Zusammenfassung Die Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit kann auf individueller und organisationaler Ebene angestrebt und erzielt werden. Die hier vorgestellte Software bietet für beide Ebenen Hilfen in den Bereichen Heben und Tragen von Lasten und Stressprävention. Praktische Relevanz Motivierende Instrumente zur Verbesserung der individuellen Beschäftigungsfähigkeit tragen nicht nur zu einer Kostenersparnis im Betrieb bei (beispielsweise Verringerung der Fehlzeiten) sondern unterstützten die Mitarbeiter/-innen auch darin, durch gesundheitliches Wohlbefi nden ihre Lebensqualität zu steigern. Autoren: Peter Stadler, Erika Spieß Schlüsselwörter: Beschäftigungsfähigkeit, psychosoziale Belastungen, arbeitsbedingte Risikofaktoren, Rückenschmerzen, Gesundheitsförderung Zusammenfassung Der Beitrag befasst sich vor dem Hintergrund des demografischen Wandels mit der Volkskrankheit Nummer 1 – den Rückenschmerzen – und deren psychosozialen Einflussfaktoren im Kontext der Arbeit. Auf Basis einer Literaturrecherche wurden Risikofaktoren ermittelt und Strategien zur Förderung der Beschäftigungsfähigkeit abgeleitet. Die Ergebnisse zeigen, dass der eigenständige Beitrag arbeitsbedingter psychosozialer Risikofaktoren zur Entstehung und Chronifizierung von Rückenschmerzen kaum zu unterschätzen ist. Praktische Relevanz Aus den Ergebnissen der Recherchen werden wichtige Schritte zur Prävention wie z. B. arbeitsorganisatorische Maßnahmen und Strategien zur Förderung des Sozialklimas abgeleitet. |
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