TITEL, ZUSAMMENFASSUNGEN, AUTOREN UND SCHLÜSSELWÖRTER DER BEITRÄGE AB AUSGABE 1/2005
 
1/2005

Erfassung von muskuloskelettaler Belastung und Beanspruchung bei großen Stichproben mit unterschiedlich belastenden Tätigkeiten - Ein Methodenvergleich

Bewertung eines Head-Mounted- und eines Hand-Held Displays bei einer Zielerkennungsaufgabe

Labortechnische Applikation mechanischer Schwingungsmodelle für Fahrzeugsitzprüfungen anstelle von Versuchspersonen

Korrelate von Fehlzeitenunterschieden zwischen Organisationen

Kompetenzentwicklung bei betrieblichen Umweltbeauftragten: Inhaltliche Möglichkeiten und Methoden

Nutzung von Erfahrungswissen in der Arbeitsgestaltung – Aufgabenbezogener Informationsaustausch bei hochautomatisierten Technologien

 

2/2005 Ko-Produktion im Krankenhaus:Entwicklung eines Verfahrens zur Analyse der Handlungsbedingungen von Patientinnen und Patienten

Arbeitsgestaltung im Operationssaal – eine methodische Herausforderung zur Komplexitätsbewältigung

Restrukturierung von Krankenhaus-Prozessen unter Berücksichtigung einer verbesserten Patientenorientierung

Psychische Belastungen bei Pflegekräften und Ärzten im Krankenhaus

Belastung und Arbeitsunfähigkeit – eine explorative Längsschnittuntersuchung am Beispiel des Pflegepersonals eines Allgemeinkrankenhauses

Messtechnisch gestützte Erfassung von Körperhaltungen und Aktionskräften zur Erhebung der Wirbelsäulenbelastung bei Pflegetätigkeiten

Prospektive Simulation:Ein Konzept zur methodischen Ergänzung von medizinischen Simulatorsettings

 

3-4/2005

Arbeit, was ist das eigentlich?
Eine Betrachtung über den Zusammenhang von Entropie, Energie und Ergonomie

Abschätzung der durch Schwingungsbelastungen hervorgerufenen Gelenkkräfte mit Hilfe von biomechanischen Modellen

Quantitative Vorhersage von Risiken in manueller Lasten-Handhabung

Informationsgehalt im zeitlichen Verlauf des integrierten Oberflächenelektromyogramms

Analyse von muskulären Belastungen und deren Auswirkungen

Der „Dortmunder Denkansatz “ zur biomechanischen Analyse der Wirbelsäulenbelastung bei Lastenhandhabungen

Physiologische Kosten bei der Arbeit an der Discounter-Kasse – Linksabweiser-Scannerkasse versus traditionelle Kasse mit manueller Preiseingabe

Prognosemodell der Belastung und Beanspruchung für Tätigkeiten im Haushalt

Evaluierung des Einsatzes von Darstellungstechniken der virtuellen Realität in einem eLearning-Modul zur ergonomischen Gestaltung von Arbeitssystemen

Zur Bedeutung der Blickabwendungsdauer bei Head-up-Displays in Kraftfahrzeugen

Variablenvergleich zur Kennzeichnung lokaler Muskelermüdung

Untersuchung der Veränderung des Entscheidungskriteriums bei einer visuellen Prüfaufgabe

Beitrag der elektrophysiologischen Untersuchungsmethoden zur beanspruchungsgerechten Gestaltung von handbetätigten Werkzeugen (dargestellt am Beispiel Scheren für Rebschnitt)

Visuelle Information und Leistung bei Head-Mounted Displays mit erweiterter Realität

 

5/2005 Personalwirtschaft und Arbeitswissenschaft: Notwendigkeit integrativer Konzepte

Physiologische Kosten energie-äquivalenter akustischer Belastungen durch „Weißes Rauschen“, Industrielärm, Heavy Metal-Musik und Klassische Musik

Durch den Fahrer selbst erfasste Oberkörperbeschwerden beim Lenken:Einfluss von Fahrerfahrung,Geschlecht und Alter auf die Bewertung

Interkulturelles (online-)Lernen

 

Ausgabe 1/2005

Erfassung von muskuloskelettaler Belastung und Beanspruchung bei großen Stichproben mit unterschiedlich belastenden Tätigkeiten - Ein Methodenvergleich (Ausgabe 1 - 2005)

Autoren: Felix Klimmer, Hannegret Kylian, Klaus-Helmut Schmidt, Claus Jordan, Alwin Luttmann und Matthias Jäger

Schlüsselwörter: Muskuloskelettale Belastung und Beanspruchung · Muskel-Skelett-Beschwerden · große Stichproben · Methodenvergleich

Zusammenfassung

Körperliche Beschwerden in Folge beruflicher Arbeit werden häufig mit körperlichen Belastungen während der Tätigkeit in Zusammenhang gebracht. Jedoch sind auch andere kausale Zusammenhänge, z.B. mit psychologischen und psychosozialen Faktoren, wahrscheinlich. Zur Analyse derartiger Zusammenhänge wurde ein Fragebogenverfahren entwickelt, das Muskel-Skelett-Belastungen erfasst. Da dieses Verfahren an größeren Stichproben zur Anwendung kommen sollte, musste es möglichst kurz und dennoch reliabel und valide sein. Zur Abschätzung der körperlichen Belastung wurden zwei Ansätze entwickelt, mit denen die während der Arbeit eingenommenen Körperhaltungen sowie die zu hebenden oder zu tragenden Lastgewichte erfasst wurden. Beide Ansätze werden bezüglich Reliabilität und Validität überprüft auf der Basis der Daten von 411 MitarbeiterInnen in der stationären Altenhilfe die im Rahmen einer Längsschnittstudie (3 Befragungszeitpunkte Abstand von ½ Jahr))erhoben wurden. Für Funktionsgruppen mit unterschiedlichen Anforderungsprofilen (pflegerische Tätigkeit, hauswirtschaftliche Tätigkeit, psychosoziale Betreuung)wurden getrennte Analysen durchgeführt. Zur Abschätzung der Beanspruchung wurden Muskel-Skelett- Beschwerden erfragt. Sowohl in der subjektiven Wahrnehmung der körperlichen Belastung und den errechneten Belastungsprofilen als auch in den geäußerten Muskel-Skelett-Beschwerden ergaben sich bedeutsame Unterschiede zwischen den Funktionsgruppen, die sich im Zeitverlauf als sehr stabil erwiesen. Die Vorhersagbarkeit von körperlichen Beschwerden aus den erhobenen körperlichen Belastungen war bei beiden Ansätzen zwar unterschiedlich gut, jedoch lassen sich für beide Ansätze adäquate Einsatzfelder finden.
 
Praktische Relevanz

Entwicklung eines reliablen und validen Fragebogenverfahrens, das Muskel-Skelett-Belastungen während beruflicher Arbeit erfasst, besonders, wenn ein Schwerpunkt auf das Heben und Tragen von Lasten gelegt wird. Die Anwendung des Fragebogens bei großen Stichproben ist möglich.
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Bewertung eines Head-Mounted- und eines Hand-Held Displays bei einer Zielerkennungsaufgabe (Ausgabe 1 - 2005)

Autoren: Claudius Pfendler, Heino Widdel und Christopher Schlick

Schlüsselwörter: · Head-Mounted Display · Hand-Held Display · Leistung · Beanspruchung · Simulatorkrankheit

Zusammenfassung

In der vorliegenden Untersuchung wurde ein Head-Mounted Display mit einem Hand-Held Display bei einer Zielerkennungsaufgabe verglichen. Dabei wurden Leistungsmaße sowie subjektive Maße für die Beanspruchung und die Simulatorkrankheit erfasst. Während bei den Leistungsmaßen keine signifikanten Unterschiede zwischen beiden Displays festgestellt werden konnten, wurden beim Head-Mounted Display eine deutlich höhere Anspannung und Ermüdung sowie Symptome der Simulatorkrankheit beobachtet.

Praktische Relevanz

Im zivilen wie im militärischen Bereich wird der Einsatz von Head-Mounted Displays geplant oder bereits durchgeführt. Die Ergebnisse der vorliegenden empirischen Untersuchung zeigen, dass dies jedoch mit Problemen wie einer erhöhten Beanspruchung, Ermüdung und Symptomen der Simulatorkrankheit verbunden sein kann. Falls keine wichtigen Argumente dagegen sprechen, wird deshalb eher der Einsatz von Hand-Held Displays empfohlen.
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Labortechnische Applikation mechanischer Schwingungsmodelle für Fahrzeugsitzprüfungen anstelle von Versuchspersonen (Ausgabe 1 - 2005)

Autoren: Matthias Schwarz und Stephan Riedel

Schlüsselwörter: · Ganzkörperschwingungen · Fahrzeugsitzprüfung · Schwingungsprüfstand · Schwingungsmodell · Sitzübertragungsfaktor

Zusammenfassung

Für die Prüfung und Beurteilung schwingungsmindernder Fahrzeugsitze ist es noch erforderlich, Versuchspersonen erheblichen Schwingungsexpositionen auszusetzen. Der Einsatz von Versuchspersonen auf Schwingungsprüfständen bedingt die Einhaltung hoher Sicherheitsanforderungen aus technischer und medizinisch-ethischer Sicht. Zudem ergeben sich im Rahmen der Verfügbarkeit geeigneter Probanden eine große Anzahl individueller Streufaktoren. Es stellt sich die Frage nach einer Substitution durch ein Schwingungsmodell, das die dynamischen Eigenschaften des sitzenden Menschen nachbildet. Die als Ringversuch angelegte Untersuchung beinhaltet die Anwendung eines genormten Laborverfahrens zur Sitzprüfung im Vergleich von Versuchspersonen und einem Mensch- odell. Anhand der ermittelten Sitzübertragungsfaktoren SEAT werden die Unterschiede gegenüber den adäquaten Versuchspersonen evaluiert und ein Lösungsweg zur Approximation der Wertebilanz am Modell dargelegt und verifiziert.

Praktische Relevanz

Aus den Ergebnissen der Untersuchung geht hervor, dass das mechanische Schwingungsmodell zur Nachbildung des dynamischen Verhaltens von Versuchspersonen geeignet ist und die Toleranzkonformität für standardisierte Sitzprüfungen erfüllt.
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Korrelate von Fehlzeitenunterschieden zwischen Organisationen (Ausgabe 1 - 2005)

Autoren: Klaus-Helmut Schmidt, Barbara Neubach und Herbert Heuer

Schlüsselwörter: · Abwesenheitskultur · Organisationsunterschiede · Arbeitszufriedenheit · Organisationsbindung · Wohlbefinden

Zusammenfassung

Es liegen zahlreiche Studien vor, die den Zusammenhang zwischen Arbeitszufriedenheit, anderen arbeitsbezogenen Einstellungen und Fehlzeiten auf der Ebene von Individuen als Einheiten der Analyse untersuchten. Mit der verstärkten Beachtung des von Chadwick-Jones, Nicholson und Brown (1982)eingeführten Konzepts der Abwesenheitskultur hat sich in den letzten Jahren eine Verlagerung der Analyse des Zusammenhangs auf die Ebene von Organisationen vollzogen. Die vorliegende Studie folgt dieser Entwicklung, indem aggregierte Maße der Arbeitszufriedenheit, der Organisationsbindung und des Wohlbefindens in ihren Beziehungen zu zwei aggregierten Fehlzeitenindizes (Abwesenheitstage und -häufigkeiten)von 111 Dienststellen einer großen Landesverwaltung untersucht wurden. An der Studie waren über 20 000 Personen beteiligt. Ergebnisse von Korrelations- und Regressionsanalysen bestätigen die Existenz der erwarteten Beziehungen auf Organisationsebene. Zusätzlich durchgeführte Nutzenanalysen belegen zudem die praktische Bedeutsamkeit der gefundenen Zusammenhäng

Praktische Relevanz

Die Ergebnisse legen es nahe, die bisher fast ausschließlich auf individueller Ebene angesiedelten Maßnahmen der Fehlzeitenprävention um organisations- bzw. einheitenbezogene Interventionsansätze zu erweitern. Das Initiieren von Programmen der Gesundheitsförderung und Arbeitsgestaltung unter weitgehender Beteiligung der Organisationsmitglieder, die systematische Rückmeldung aggregierter Fehlzeitenmaße und die organisationsweite Einführung flexibler Arbeitszeitsysteme stellen potenzielle Beispiele für solche Ansätze dar.

 

 


Kompetenzentwicklung bei betrieblichen Umweltbeauftragten: Inhaltliche Möglichkeiten und Methoden (Ausgabe 1 - 2005)

Autoren: Andreas Homburg und Anja Baumann

Schlüsselwörter: · Umweltschutz · sozialer Einfluss · Kompetenzentwicklung · Personalentwicklung

Zusammenfassung

Ein wichtiger Faktor bei der Förderung umweltschonenden Handelns in Unternehmen ist die berufliche Kompetenz von Personen, die für den Umweltschutz verantwortlich sind (Umweltmanager, Umweltbeauftragte).Besondere Beachtung sollten Kompetenzen zur sozialen Einflussnahme für den Umweltschutz finden. In einer empirischen Studie wird erkundet, welche inhaltlichen Möglichkeiten zur Förderung der Kompetenzen zur sozialen Einflussnahme benannt werden können. Aus der explorativen Befragung von 22 Umweltbeauftragten im produzierenden Gewerbe wird u.a. abgeleitet, dass Umweltakteure die Führungsebene besser einbeziehen können sollten. Zudem sollten Kompetenzen im Bereich der Mitarbeiterpartizipation gefördert werden. Es werden auch Anregungen für Methoden zur Kompetenzentwicklung formuliert.

Praktische Relevanz

Die Umsetzung von Umweltschutzmaßnahmen ist eine zentrale Aufgabe von Unternehmen. Die vorliegende Untersuchung zeigt Ansatzpunkte zur verbesserten sozialen Einflussnahme für den Umweltschutz auf.

 


Nutzung von Erfahrungswissen in der Arbeitsgestaltung – Aufgabenbezogener Informationsaustausch bei hochautomatisierten Technologien (Ausgabe 1 - 2005)

Autoren: Winfried Hacker, Rüdiger von der Weth, Ariunaa Ishig und Gerhard Luhn

Schlüsselwörter: · Erfahrungswissen · Kleingruppenarbeit · Arbeitsgestaltung

Zusammenfassung

Die Arbeitsanweisungen und Arbeitsplatzinformationen in einem Werk zur Mikrochip-Fertigung (Infineon Dresden)wichen nach einigen Jahren von den zwischenzeitlich entwickelten angemesseneren Arbeitsweisen der Linienmitarbeiter ab. Betriebsangehörige und externe Arbeitswissenschaftler ermittelten und beschrieben in einer spezifischen Form der Kleingruppenarbeit (Aufgabenbezogener Informationsaustausch, AI)zunächst gemeinsam den aktuellen Wissenstand der Linienmitarbeiter über Arbeitsprozesse. Auf dieser Basis wurden nicht nur die Arbeitsplatzinformationen aktualisiert und neu gestaltet, sondern auch weitere Verbesserungserfordernisse bei der Arbeitsorganisation und der Gestaltung von Informationsflüssen identifiziert. Dazu geeignete Maßnahmen wurden im Rahmen des AI entwickelt und zu einem großen Teil noch während der Untersuchung umgesetzt. Eine erste Bewertung der Ergebnisse des Projekts durch Nutzer und Experten zeigt, dass ein solches partizipatives Einbeziehen von Erfahrungswissen auch in der Mikrochipfertigung nutzbringend möglich ist, in der Erfahrung nicht durch direkte sinnliche Anschauung und Manipulation von Werkstücken erworben werden kann.

Praktische Relevanz

Der Beitrag stellt das praktische Vorgehen und die Effektivität von arbeitswissenschaftlichen Methoden zur Behebung von Defiziten der Gestaltungsgüte von Arbeitsprozessen sowie von Arbeitsplatzinformationen und Arbeitsanweisungen dar. Spezifische hybride Gruppenprozesse zur kooperativen Identifikation von Verbesserungsmöglichkeiten zur Maßnahmenableitung und -umsetzung können bei hochautomatisierten CIM-Technologien erfolgreich genutzt werden.

 


Ausgabe 2/2005

 

Ko-Produktion im Krankenhaus:Entwicklung eines Verfahrens zur Analyse der Handlungsbedingungen von Patientinnen und Patienten (Ausgabe 02/2005)

Autorin: Kerstin Rieder

Schlüsselwörter: · Krankenhaus · Ko-Produktion · Analyseverfahren · Dienstleistungsqualität

Zusammenfassung

Im Zusammenhang mit den aktuellen Veränderungen des Gesundheitssystems gewinnt die aktive Mitwirkung von Patientinnen und Patienten am Prozess der Leistungserbringung erheblich an Bedeutung. Es wird daher vorgeschlagen, diese aktive Mitwirkung in der Ermittlung von Dienstleistungsqualität im Krankenhaus stärker zu berücksichtigen .Hierzu werden Kriterien zur Bewertung der Handlungsbedingungen von Patienten bei der Ko-Produktion im Krankenhaus vorgeschlagen. Es wird von der Entwicklung eines Verfahrens berichtet, das diese Kriterien erfassen soll.

Praktische Relevanz

Dienstleistungsqualität im Krankenhaus wird zunehmend zum Gegenstand der Untersuchung und Gestaltung. Der Artikel versucht, Möglichkeiten eines erweiterten Qualitätsmanagements aufzuzeigen, in dem Handlungsbedingungen von Patienten im Rahmen der Ko-Produktion einbezogen werden.
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Arbeitsgestaltung im Operationssaal – eine methodische Herausforderung zur Komplexitätsbewältigung (Ausgabe 02/2005)

Autoren: Matthias Göbel, Swantje Zschernack und Wolfgang Friesdorf

Schlüsselwörter: · Operationssaal · Komplexität · Systemanalyse · Belastung und Beanspruchung · Effizienz

Zusammenfassung

Die Arbeitsgestaltung im Operationssaal hat eine besondere Bedeutung zur Gewährleistung von Behandlungssicherheit, Effizienz und der Erfüllung von Humankriterien. Aus einer empirischen Untersuchung von Ursache-Wirkungsbeziehungen zwischen Arbeitsaufgaben und Beanspruchungsfolgen geht hervor, dass zwar ein großer Teil der Varianz durch die erhobenen Faktoren erklärt werden kann, doch wegen der Bildung multifaktorieller Komplexe keine einzelnen Gestaltungsmaßnahmen abzuleiten sind. Zur Analyse der Wechselwirkungen in einem solchermaßen komplex vermaschten Wirkungsgefüge werden Konzept- und Modellierungsansätze vorgestellt, anhand derer die Entstehung komplexen Systemverhaltens und der gestalterische Umgang beschrieben werden können.

Praktische Relevanz

Der Beitrag zeigt die Herausforderungen für die Arbeitsgestaltung bei Systemen höherer Komplexität am Beispiel des Operationssaales auf. Es werden Mechanismen für das Zustandekommen von Komplexität sowie Ansätze für die gestalterische Bewältigung vorgestellt.
[Volltext]

 


Restrukturierung von Krankenhaus-Prozessen unter Berücksichtigung einer verbesserten Patientenorientierung (Ausgabe 02/2005)

Autoren: Klaus J.Zink, Christoph Esser, Johannes Palm und Annette Blaudszun

Schlüsselwörter: · DRG · Patientenorientierung · Prozessoptimierung · Organisationsentwicklung · Kultureller Wandel · Krankenhaus

Zusammenfassung

Die Reformen im Gesundheitswesen haben erhebliche Auswirkungen auf Krankenhäuser. Die Umstellung der Krankenhausfinanzierung auf so genannte „Diagnosis Related Groups “ führt zu einem Paradigmenwechsel,, der auch tief greifende Veränderungen in den Organisationsstrukturen nach sich ziehen muss. Der folgende Beitrag skizziert diese Veränderungen und erklärt, warum der damit verbundene Restrukturierungsprozess nur als Organisationsentwicklungsprozess erfolgreich sein kann. Für die Entwicklung eines Umsetzungskonzeptes werden erste Vorschläge unterbreitet.

Praktische Relevanz

Viele Krankenhäuser in Deutschland sind auf die aktuellen wie kommenden Anforderungen, die durch die Gesundheitsreform vorgegeben werden, nicht vorbereitet.
Insbesondere das seit 1.1.2004 geltende Vergütungssystem nach „Diagnosis Related Groups “ macht eine Neuausrichtung vieler Kliniken notwendig, um mit den zur Verfügung stehenden finanziellen Mitteln auskommen zu können. Die hier vorgestellten grundsätzlichen Überlegungen sollen zum einen für die notwendige Reorganisation sensibilisieren, zum anderen aber auch deutlich machen, dass ein solcher Wandel nur als Organisationsentwicklungsprozess erfolgreich realisiert werden kann. Darüber hinaus werden einzelne Bausteine für ein Umsetzungskonzept diskutiert, die für Krankenhäuser gleich welcher Größe eine erste Orientierung liefern können.
[Volltext]

 


Psychische Belastungen bei Pflegekräften und Ärzten im Krankenhaus (Ausgabe 02/2005)

Autoren: Jürgen Glaser, Thomas Höge und Matthias Weigl

Schlüsselwörter: · Psychische Belastungen · Pflegekräfte · Ärzte · Krankenhaus

Zusammenfassung

Der Beitrag beschreibt eine vergleichende Untersuchung zur psychischen Belastungssituation von Pflegekräften und Ärzten in Krankenhäusern.
Untersuchungsteilnehmer waren N = 160 Krankenpflegekräfte und N =599 Krankenhausärzte. Die Ergebnisse belegen deutliche Unterschiede in der Belastungskonstellation der beiden Berufsgruppen.

Praktische Relevanz

Zu den psychischen Belastungen von Krankenhausärzten liegen bisher nur wenige empirische Studien vor. Die vorliegende Studie liefert hier weiterführende Erkenntnisse. Durch den Vergleich der Belastungssituation zwischen Pflegekräften und Ärzten wird eine Grundlage für die gemeinsame Verbesserung der Arbeitssituation der beiden Berufsgruppen im komplexen System „Krankenhaus “ geschaffen..

 


Belastung und Arbeitsunfähigkeit – eine explorative Längsschnittuntersuchung am Beispiel des Pflegepersonals eines Allgemeinkrankenhauses (Ausgabe 02/2005)

Autoren: Matthias Paul, Peter Nickel und Friedhelm Nachreiner

Schlüsselwörter: · Belastung · Arbeitsunfähigkeit · Zeitserienanalysen · Personaleinsatzplanung · Krankenpflege · Krankenhaus

Zusammenfassung

Eine Vielzahl von Studien setzt sich mit der spezifischen Belastung des Krankenpflegepersonals auseinander, wobei die gegenüber Industriearbeitnehmern höheren krankheitsbedingten Ausfallzeiten immer wieder im Fokus des Interesses stehen. In der hier vorgelegten Untersuchung kann unter Einsatz eines zeitserienanalytischen Ansatzes gezeigt werden, dass die Varianz der Personalausstattung im Zeitverlauf (unabhängige Variable)und die damit einhergehende Varianz der Belastung ursächlich und signifikant einen erheblichen Teil der Varianz der krankheitsbedingten Ausfallzeiten (abhängige Variable)der Beschäftigten im Pflegebereich bestimmt (r =-.43). Diese Ausfallzeiten verursachen ihrerseits wieder einen Teil der anfallenden Mehr- und Überstunden (r =.38) und führen damit zu einer weiteren Erhöhung der Belastung des Personals. Die Ergebnisse belegen damit, dass eine unzureichende Personalausstattung mit erhöhten Belastungen für das verbleibende Personal verbunden ist, die zeitversetzt zu erhöhten Ausfallzeiten führt, woraus sich ein Aufschwingen des Problems im Sinne einer positiven Rückkopplung ergibt.

Praktische Relevanz

Der auf den Krankenhäusern lastende ökonomische Druck führt bei ohnehin steigenden Anforderungen an das Pflegepersonal vielfach zu Bestrebungen, Kosten durch eine Personalreduktion zu reduzieren. Die Studie zeigt, dass solche einseitig ökonomisch ausgerichteten Modelle nicht ziel-führend sind, da sie eine Zunahme von Krankheitsausfällen und Überstunden verursachen und so Mehrkosten an anderer Stelle produzieren.
Der gewählte methodische Ansatz erscheint geeignet, zur Verbesserung der Personaleinsatzplanung unter ökonomischen wie ergonomischen Aspekten beizutragen.

 


Messtechnisch gestützte Erfassung von Körperhaltungen und Aktionskräften zur Erhebung der Wirbelsäulenbelastung bei Pflegetätigkeiten (Ausgabe 02/2005)

Autoren: Andreas Theilmeier, Claus Jordan, Alwin Luttmann und Matthias Jäger

Schlüsselwörter: · Pflegetätigkeiten · Wirbelsäulenbelastung · Aktionskräfte · Körperhaltung · Biomechanische Modellierung · Prävention

Zusammenfassung

Für die Untersuchung von hinsichtlich der Wirbelsäule vermutlich hoch belastenden Pflegetätigkeiten wurden Systeme zur messtechnischen Erfassung von Körperhaltungen und Aktionskräften entwickelt, die Eingangsdaten für biomechanische Modellrechnungen der Lendenwirbelsäulenbelastung dreidimensional und in hoher zeitlicher Auflösung zur Verfügung stellen. Die erhobenen vertikalen Komponenten von Aktionskraft bzw. Wirbelsäulenbelastung und die asymmetrische Körperhaltung belegen, dass eine dreidimensionale Analyse die untersuchten Tätigkeiten realitätsnäher wiedergibt als eine zweidimensionale Betrachtung. Die Druckkraftwerte liegen teilweise weit über in der Literatur empfohlenen Richtwerten, was die Notwendigkeit belegt, Alternativen zur “konventionellen” Transfertechnik zu untersuchen.

Praktische Relevanz

Das in Teilen beschriebene Forschungsvorhaben dient dazu, belastbare Daten über die Wirbelsäulenbelastung von Pflegepersonen zu erhalten. Diese werden unter anderem von der Berufsgenossenschaft für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege in Verfahren zur Anerkennung von Berufskrankheiten (BK 2108), aber auch für präventive Maßnahmen zur Vermeidung von Erkrankungen der Lendenwirbelsäule genutzt.

 


Prospektive Simulation:Ein Konzept zur methodischen Ergänzung von medizinischen Simulatorsettings (Ausgabe 02/2005)

Autor: Peter Dieckmann, Theo Wehner, Marcus Rall und Tanja Manser

Schlüsselwörter: · Simulation · Simulator · Setting · Anästhesiologie · Medizin · Antizipation · Failure Mode and Effects Analysis

Zusammenfassung

In medizinischen Simulatorsettings können Teilnehmer Feedback über patientensicherheitsrelevante Handlungen bekommen, das in der klinischen Praxis nicht zu erhalten ist, und haben damit die Möglichkeit, ihre Antizipationsweite und -tiefe zu verbessern. Ausgehend von einer Beschreibung der aktuellen Praxis beim Simulatoreinsatz wird in diesem Beitrag ein an die Failure Mode and Effects Analysis angelehntes Konzept zur systematischen Stärkung prospektiver Elemente beim Simulatoreinsatz vorgeschlagen und skizziert, wie dieses in das Simulatorsetting integriert werden kann. Durch die prospektiv konstruktive Arbeit im Simulatorsetting lassen sich Antizipationsweite und -tiefe deutlicher steigern, als mit der aktuell hauptsächlich verbreiteten rekonstruktiven Entwicklung von Szenarien. Anforderungen des vorgeschlagenen Konzeptes und seine möglichen Schwachstellen werden diskutiert.

Praktische Relevanz

Der Beitrag schlägt ein direkt umsetzbares Konzept zur methodischen Ergänzung von Patientensimulationen vor, das auch für andere Simulationsanwendungen relevant ist. Mit dem vorgeschlagenen Konzept soll sich die sicherheitsrelevante Antizipation von im Gesundheitswesen tätigen Personen verbessern lassen. Das  vorgeschlagene Konzept ermöglicht es auch, Datensammlungen über sicherheitsrelevante Probleme der klinischen Praxis (z.B. Incident Reporting Systeme) und Simulatoren enger zu verknüpfen.

 


Ausgabe 3-4/2005

Arbeit, was ist das eigentlich? Eine Betrachtung über den Zusammenhang von Entropie, Energie und Ergonomie (Ausgabe 3-4/2005)

Autor: Heiner Bubb

Schlüsselwörter: · Arbeit · Arbeitswissenschaft · Ergonomie · Turingmaschine · Entropie · Beschäftigungswandel

Zusammenfassung

Die Betrachtung des Turingprozesses und des Arbeitszyklus bei einem manuellen Montagevorgang lassen Arbeit generell als Ordnungsvorgang sichtbar werden.Da Arbeit ein Ordnungsprozess ist,der einer Zunahme von Information entspricht,was entgegen der natürlichen Tendenz eine Abnahme der Entropie bedeutet,ist mit ihr immer der Umsatz von Energie verbunden.Die Revolutionen in der technischen Entwicklung,die die Arbeit wesentlich verändert haben,erklären sich aus den verschiedenen Formen der Energiebereitstellung und zuletzt des Informationswandels.Daraus leitet sich zwangsläufig der Wandel von produzierender Arbeit zu Dienstleistungsarbeit ab.Es ist mit einer Schwerpunktsverschiebung von der reinen Erwerbsarbeit zu einer stärkeren Betonung der Familien-und Bürgerarbeit zu rechnen,worauf sich die Administration einzustellen hätte.

Praktische Relevanz

Heuristischer Wert für zukünftige Forschungsgebiete der Arbeitswissenschaft
[Volltext]

 


Abschätzung der durch Schwingungsbelastungen hervorgerufenen Gelenkkräfte mit Hilfe von biomechanischen Modellen (Ausgabe 3-4/2005)

Autor: Martin Fritz

Schlüsselwörter: · Ganz-Körper-Schwingungen · Hand--Arm-Schwingungen · Simulation · Übertragungsfunktionen

Zusammenfassung

Langandauernde Schwingungsbelastungen des Hand-Arm-Systems oder des ganzen Körpers können zu degenerativen Veränderungen in den Armgelenken oder der Lendenwirbel-

säule führen.Es wird allgemein angenommen,dass die in den Gelenken übertragenen Kräfte den Schädigungsmechanismus zur Entstehung der Erkrankungen auslösen.Die Kräfte lassen

sich während der Schwingungsbelastungen nicht messen.Sie können jedoch mit Hilfe von biomechanischen Modellen ermittelt werden.Zur Abschätzung des Gesundheitsrisikos müs-

sen die Kräfte mit der mechanischen Belastbarkeit der Gelenke oder der Wirbelsäule verglichen werden.

Praktische Relevanz

Anhand der ermittelten Kräfte sollte eine bessere Abschätzung des mit den Schwingungsbelastungen verbundenen Gesundheitsrisikos möglich sein.Auch lassen sich aus den Kräften neue Faktoren zur kraftbezogenen,also die Krankheitsursache berücksichtigenden Bewertung der Schwingbeschleunigungen herleiten.
[Volltext]

 


Quantitative Vorhersage von Risiken in manueller Lasten-Handhabung (Ausgabe 3-4/2005)

Autoren: Issachar Gilad und Moran Elnekave

Schlüsselwörter: · Arbeits--Beobachtung · Körperhaltungs--Analyse · Bemessung von Arbeitsrisiken

Zusammenfassung

Ergonomie als Disziplin basiert auf Datenerhebungen in Arbeitsbereichen mit Arbeitsanalyse-Methodiken.Zweck solcher Studien ist die Ableitung von Verbesserungsvorschlägen. Besuche der Arbeitsbereiche und Anschauen einiger Arbeitszyklen ist zumeist nicht hinreichend.Analysten und Wissenschaftler nutzen daher Video-Aufzeichnungen. Hier wird eine Methode beschrieben, ergonomische und arbeitsanalytische Datenerhebungen zu verbinden.Fallstudien erläutern die Wirkungsweise der Methodik. Detailanalysen der Gelenkstellungen des Oberkörpers werden mit einer schnellen Abtastsequenz mit Hilfe einer PC-basierten digitalen Video-Scenario-Klassifikation durchgeführt. Die Methodik führt zur Identifikation von Faktoren eventueller Schädigung. Damit werden Risiken in Arbeitssituationen einfachst eingeschätzt.

Praktische Relevanz

Einfaches Abtastverfahren zur PC-basierten Videoanalyse von Körperhaltungen zur Abschätzung der Risiken.
[Volltext]

 


Informationsgehalt im zeitlichen Verlauf des integrierten Oberflächenelektromyogramms (Ausgabe 3-4/2005)

Autoren: Matthias Göbel

Schlüsselwörter: · Elektromyografie · integriertes Elektromyogramm · Signal-Rausch-Verhältnis · motorische Koordination · sensorische Rückkopplung

Zusammenfassung

Das integrierte Elektromyogramm (bzw.die elektrische Aktivität) stellt eine weit verbreitete Ableitungsgröße zur Analyse der Höhe der Muskelaktivität dar.Die Auswertung schneller zeitlicher Schwankungen der Muskelaktivität,z.B.zur Analyse motorischer Koordinationsprozesse,wird durch die Überlagerung stochastischer Komponenten aus dem Roh-Elektromyogramm jedoch stark gestört.Aus der Analyse,wie solche Störungen entstehen,können Maßnahmen zu deren Minimierung abgeleitet werden.An Beispielen wird gezeigt,wie mit einer solchermaßen bereinigtem Aktivierungsfunktion motorische Koordinationsprozesse und sensorische Kontrollprozesse analysiert werden können.

Praktische Relevanz

Die Expression energetischer und informatorischer Leistungsprozesse erfolgt fast ausschließlich über motorische Tätigkeiten. Zur Gestaltung solcher Tätigkeiten unter dem Gesichtspunkt genauer motorischer Koordination und Kontrolle werden ein Verfahren zur zeitgenauen Analyse der Muskelaktivität aus Oberflächenelektromyogrammen sowie eine Methode zur Analyse sensorischer Rückkopplung,die auch bei komplexen Bewegungen angewendet werden kann, gezeigt

 


Analyse von muskulären Belastungen und deren Auswirkungen (Ausgabe 3-4/2005)

Autoren: Klaus Hecktor und Matthias Jäger

Schlüsselwörter: · Belastung · Beanspruchung · Tätigkeitsanalyse · Gestaltung

Zusammenfassung

Die Ausübung von Tätigkeiten,deren Tätigkeitsprofil vorwiegend durch muskulären Einsatz bestimmt ist,erfordert zur Vermeidung von Überlastungen und damit verbundenen Beeinträchtigungen eine Analyse der auftretenden Belastungen und Beanspruchungen.Diese Forderung impliziert die Ermittlung energetischer Belastung und Beanspruchung der bei Ausübung körperlicher Tätigkeiten besonders aktiven Körpersysteme Herz-Kreislauf-und Muskel-Skelett-System.Eine Bewertung dieser Ergebnisse mit individuell für zulässig definierten Indikatoren der die Belastung und Beanspruchung der einzelnen Körpersysteme kennzeichnenden Indikatoren und anschließender Beurteilung einschließlich eines eventuell notwendigen Umgestaltungsvorschlages ermöglicht dem Anwender bei der Arbeitsgestaltung notwendige Maßnahmen zur Verringerung der Belastung sowie zur Vermeidung von eventuellen Beeinträchtigungen zu beachten.

Praktische Relevanz

In der Arbeitswelt sind weiterhin Arbeiten mit körperlicher Belastung zu finden,die insbesondere Gesundheitsbeeinträchtigungen von Herz-Kreislauf-und Muskel- Skelett-System zur Folge haben können.Zur Vermeidung dieser negativen Folgen empfiehlt sich daher eine Arbeitsanalyse durchzuführen,die durch den Einsatz von geeigneten prognostischen Analysemethoden die bei der Tätigkeitsausführung auftretenden Belastungen und Beanspruchungen im Vorfeld zu ermitteln und geeignete Maßnahmen einzusetzen erlaubt.

 


Der „Dortmunder Denkansatz “ zur biomechanischen Analyse der Wirbelsäulenbelastung bei Lasten- handhabungen (Ausgabe 3-4/2005)

Autoren: Matthias Jäger und Alwin Luttmann

Schlüsselwörter: · Handhaben von Lasten · Biomechanische Modellierung · Belastung der Lendenwirbelsäule · Belastbarkeit der Lendenwirbelsäule · Richtwerte · Kumulierte Dosis

Zusammenfassung

Der Dortmunder Denkansatz zielt auf eine biomechanisch orientierte Beurteilung der Belastung der Wirbelsäule bei beruflichen Tätigkeiten mit Lastenhandhabung. Die Vorgehensweise bei biomechanischen Modellierungen zur quantitativen Ermittlung der Belastung der Lendenwirbelsäule wird erläutert,und die Anwendung anhand eines Ganzschicht-Monitorings in verschiedenen Berufsfeldern wird exemplarisch vorgestellt. Die Vielfalt beruflicher Expositionen erfordert in der Regel eine dreidimensional dynamische Methodik einschließlich der Bestimmung verschiedener Belastungskenngrößen, insbesondere zur Beschreibung der jeweilig aktuellen und der kumulativen Belastung.Zur Beurteilung hinsichtlich biomechanischer Überlastungsrisiken sollten verschiedenartige Richtwerte der lumbalen Belastbarkeit bei kurz-und langzeitigen Expositionen genutzt werden.

Praktische Relevanz

Lastenhandhabung und Krafterzeugung sind Kennzeichen einer großen Zahl beruflicher Tätigkeiten. Als Folge der dabei auftretenden hohen Belastung des Muskel-und Skelettsystems und insbesondere der Lendenwirbelsäule treten Erkrankungen und Beschwerden und dadurch bedingte Fehlzeiten mit großer Häufigkeit auf. Mit dem Dortmunder Denkansatz wird die Bestimmung der biomechanischen Belastung der Lendenwirbelsäule und deren Beurteilung sowohl hinsichtlich kurzzeitiger als auch langjähriger beruflicher Tätigkeiten  mit Lastenhandhabungen ermöglicht. Mit dieser Vorgehensweise können präventive Gestaltungsmaßnahmen begründet abgeleitet werden.

 


Physiologische Kosten bei der Arbeit an der Discounter-Kasse – Linksabweiser-Scannerkasse versus traditionelle Kasse mit manueller Preiseingabe (Ausgabe 3-4/2005)

Autoren: Karsten Kluth und Helmut Strasser

Schlüsselwörter: · Produkt-Ergonomie · Kassenarbeitsplatz · Körperliche Beanspruchung · Elektromyographie

Zusammenfassung

In einer Laborstudie wurde mit arbeitsphysiologischen Methoden die muskuläre Beanspruchung objektiviert,die sich bei der Arbeit an einer neu entwickelten Linksabweiser-Scannerkasse im Vergleich zu einer traditionellen Kasse mit manueller Preiseingabe ergab. Zehn professionelle Kassier-kräfte wurden als Probanden im change-over an beiden Kassensystemen in einem Test und Retest eingesetzt. Mit Hilfe der Oberflächen-Elektromyographie war es möglich,die physiologischen Kosten von insgesamt 8 Muskeln des linken und rechten Hand-Arm-Schulter-Systems bei der Preisregistrierung mittels eines Scanners und einer Tastatur zu quantifizieren. Aus den Ergebnissen kann die Schlussfolgerung gezogen werden,dass der Einsatz der ergonomisch gestalteten Linksab-weiser-Scannerkasse zu einer objektiv nachweisbaren deutlichen Reduktion der muskulären Beanspruchung führt.

Praktische Relevanz

In der hier beschriebenen Studie wird die Notwendigkeit für die Ladenausstatter deutlich, nutzerfreundliche Kassensysteme herzustellen,die allerdings einer ergonomischen Evaluierung bedürfen,um vom Markt angenommen zu werden. Zudem eröffnen die Ergebnisse dem Arbeitsgestalter die Möglichkeit,die Höhe der Muskelbeanspruchung bei der Preiseingabe und beim Warenhandling an der Kasse abzuschätzen. Ferner erleichtern sie dem Produktgestalter,Änderungen im Kassenlayout durchzusetzen,die zu einer Reduzierung der Muskelbeanspruchung in den oberen Extremitäten bis hin zum Rücken führen.

 


Prognosemodell der Belastung und Beanspruchung für Tätigkeiten im Haushalt (Ausgabe 3-4/2005)

Autoren: Günter Eissing und Pia Neumann

Schlüsselwörter: · Haushalt · Belastung · Beanspruchung · Tätigkeiten · Prognose

Zusammenfassung

Die Belastung und Beanspruchung durch die Tätigkeit im Haushalt ist seit etwa 20 Jahren nicht mehr untersucht worden,obwohl sich die Einsatz der Haushaltstechnik und der Lebensstils deutlich verändert haben. Es wurde eine ergonomische Untersuchung in 30 Privathaushalten durchgeführt; 15 Hausfrauen waren nicht erwerbstätig,die anderen halbtags erwerbstätig. Erfasst wurden die haushälterische Tätigkeit,die Tätigkeitselemente,die Körperhaltung sowie die Herzfrequenz. Aus den gewonnenen Daten wurde ein Prognosemodell zur Vorhersage des Arbeitspulses entwickelt. Für das multiple lineare Modell wurden nur Tätigkeiten mit einer Dauer von mehr als 5 Minuten verwendet. Den größten Einfluss besitzen die Tätigkeitselemente sowie die Kombination von Körperhaltung und Tätigkeitselement. Das Bestimmtheitsmaß beträgt 24,8 Prozent.

Praktische Relevanz

Die Belastung und Beanspruchung haushälterischer Tätigkeiten ist seit 20 Jahren nicht mehr arbeitswissenschaftlich überprüft worden. Die aktuellen Daten ergeben aber deutliche Unterschiede im Vergleich mit den bisherigen Studien. Die Erstellung einer Prognose für die Tätigkeiten im Haushalt liefert Referenzwerte für weitere Untersuchungen zur Analyse des Arbeitspulses bei Tätigkeiten sowie zur Betrachtung der Beanspruchung von Tätigkeiten.

 


Evaluierung des Einsatzes von Darstellungstechniken der virtuellen Realität in einem eLearning-Modul zur ergonomischen Gestaltung von Arbeitssystemen (Ausgabe 3-4/2005)

Autor: Dietmar Gude

Schlüsselwörter: · eLearning · virtuelle Realität · Evaluierung · Akzeptanz · Nutzung · Nachhaltigkeit

Zusammenfassung

Am Beispiel einer eLearning-Anwendung zur ergonomischen Gestaltung von Arbeitssystemen werden die Möglichkeiten zum Einsatz von Darstellungstechniken der virtuellen Realität vorgestellt. Zudem werden die Ergebnisse einer Evaluierung dieser Anwendung berichtet,aus denen hervorgeht,dass so-wohl im universitären Bereich als auch in der betrieblichen Praxis ein nachhaltiger Bedarf für entsprechende Lernangebote besteht. Aus der Analyse des Interaktionsverhaltens ergaben sich Hinweise,dass die Anwender häufig eine explorative gegenüber einer systematischen Lernstrategie bevorzugten,wie dies nach der konstruktivistischen Lerntheorie zu erwarten ist.

Praktische Relevanz

Im Kontext der Initiative der Europäischen Union,zur führenden wissensgestützten Wirtschaft der Welt zu werden,ist das Konzept des eLearning ein wichtiges Instrument zur Modernisierung der Bildungssysteme. Mit dem Einsatz von Techniken der virtuellen Realität (VR)können Lerninhalte in anschaulicher und interaktiver Form vermittelt werden,mit positiven Auswirkungen auf die Nutzungshäufigkeit und –intensität von eLearning-Angeboten.Aus der Evaluierung prototypischer Anwendungen lassen sich Hinweise ableiten, wie das mit VR-Technologien verbundene Potential in geeigneter Weise für dieses Anwendungsfeld erschlossen werden kann.

 


Zur Bedeutung der Blickabwendungsdauer bei Head-up-Displays in Kraftfahrzeugen (Ausgabe 3-4/2005)

Autor: Wilhelm Bernhard Kloke

Schlüsselwörter: · Head--up-Display · Kraftfahrzeug · Geschwindigkeitsanzeige · Blickabwendungsdauer · Augenbewegung · Ergonomie

Zusammenfassung

Zur Bestimmung der Zeit,die zum Ablesen der Geschwindigkeit im Kraftfahrzeug erforderlich ist,können Daten aus der arbeitsphysiologischen Literatur herangezogen werden. Mittels Zerlegung in Teilzeiten werden konkrete Berechnungen der Blickabwendungsdauern bei der Gestaltung als Head-up-Display im Vergleich zum konventiellen Rundinstrument im Armaturenbrett aufgezeigt. Auf die Frage,ob Head-up-Displays Vorteile gegenüber der konventionellen Anzeige der Geschwindigkeit bieten,ergibt sich,dass die zeitlichen Vorteile relativ zu anderen Aufgaben der Fahrzeugführung gering sind.

Praktische Relevanz

Vielfach werden in der Werbung ergonomische Argumente für Neugestaltungen vorgebracht,die auf plausibel erscheinenden Annahmen beruhen. Unter Verwendung von Daten der arbeitsphysiologischen Literatur wird gezeigt,dass damit die Ausgestaltung der Geschwindigkeitsanzeige im Personenkraftfahrzeug als Head-up-Display nicht überzeugend begründet werden kann.

 


Variablenvergleich zur Kennzeichnung lokaler Muskelermüdung (Ausgabe 3-4/2005)

Autoren: Shrawan Kumar, Mircea Fagarasanu,Yogesh Narayan aund Narasimha Prasad

Schlüsselwörter: · Muskelermüdung · vastus lateralis · vastus medialis · Maximalkontraktion · Relativkraft · Variablenvergleich · isometrische Ermüdung

Zusammenfassung

Ermüdungssymptome im Kniestrecker (quadriceps)wurden bei Maximalkraft und 40 %Relativkraft in 90 °-Position des Knies an 20 Probanden gemessen.Meßgrößen waren der Kraftabfall,EMG ’s , Blutvolumen und dessen Sauerstoffabnahme, Herzschlagfrequenz.Ergebnisse: Der Kraftverlauf war signifikant mit allen Variablen korreliert,maximal aber mit der EMG-Amplitude.Eine ANOVA zeigte signifikante Differenzen zwischen den Geschlechtern.Keine abhängige Variable konnte als „beste “ zur Kennzeichnung muskulärer Ermüdung (Kraftabfall) identifiziert werden.

Praktische Relevanz

Zur Ermüdungsdiagnose bei statischer Muskelarbeit können aufgrund der hohen Interkorrelation von Variablen verschiedene Meßzugänge ohne hohen Informationsverlust gewählt werden.

 


Untersuchung der Veränderung des Entscheidungskriteriums bei einer visuellen Prüfaufgabe (Ausgabe 3-4/2005)

Autor: Martin Schütte

Schlüsselwörter: · Entscheidungskriterium · visuelle Qualitätsprüfung · Rückmeldung

Zusammenfassung

In der vorliegenden Studie wurde bei einer simulierten visuellen Qualitätsprüfungsaufgabe der Einfluss der Art der gegebenen Leistungsrückmeldung und der Regelmäßigkeit des Feedbacks (Feedbackzyklus)bei konstant bleibendem sowie an-und absteigendem Fehleranteil im Los auf den die Lage des Entscheidungskriteriums beschreibenden sogenannten c-Index untersucht. Die Ergebnisse zeigen,dass bei wachsender Anzahl fehlerhafter Objekte -abhängig von der Regelmäßigkeit der Leistungsrückmeldung – entweder ein liberales oder umgekehrt konservatives Entscheidungskriterium resultiert. Damit erfolgen die Prüfungen jedoch nicht mehr nach einem einheitlichen,gleichbleibenden Maßstab. Maßnahmen zur Stabilisierung des Entscheidungskriterium werden vorgestellt und diskutiert.

Praktische Relevanz

Die Untersuchung gibt Hinweise auf die Gestaltung der Rückmeldebedingungen bei visuellen Qualitätsprüfungsaufgaben.

 


Beitrag der elektrophysiologischen Untersuchungsmethoden zur beanspruchungsgerechten Gestaltung von handbetätigten Werkzeugen (dargestellt am Beispiel Scheren für Rebschnitt) (Ausgabe 3-4/2005)

Autoren: Jurij Wakula und Kurt Landau

Schlüsselwörter: · Rebschere · Evaluierung · Beanspruchungsanalyse · Feld--und Laborstudie · Produktgestaltung

Zusammenfassung

Handbetätigte Rebscheren von vier Herstellern wurden in den Feld-und Laborstudien mit objektiven elektrophysiologischen Meßmethoden (HSF-Messung und EMG) evaluiert. In Felduntersuchungen wurden die Beanspruchungsgrößen (Herzschlagfrequenz (Arb.HSF) und relative elektrische Aktivität (rEA) von drei Muskeln:m.flexor digitorum superficialis, m.biceps brachii und m.deltoideus pars spinalis) bei sieben Arbeitspersonen erhoben und analysiert. Die Laborstudie umfasste drei verschiedenen Untersuchungszyklen,dabei wurden vier Typen von Scheren bei acht Probanden analysiert. Der Schnitt in die Rebe verursachte im Vergleich zum Leerschnitt einen Anstieg der lokalen Muskelbeanspruchung um das Zwei-bis Vierfache je nach Versuchsperson und Schere. Bei den meisten Versuchspersonen liegt der Schnitt in die Rebe im Beanspruchungsgrad des Muskels zwischen 20% und 40%des Wertes bei Maximalkontraktion. Die geringste Beanspruchung wurde beim Rebschnitt mit der Schere mit dem „Scherschneid “-Prinzip (Fe7,Fi.-Erg) gemessen. Die höchste Beanspruchung produzierte die Schere mit dem „Keilschneid “- Prinzip.

Praktische Relevanz

Gestaltungsvorschläge weisen auf mögliche Richtungen und Verbesserungen einer neuen Scherenkonstruktion hin, müssen aber auf ihre genaue Wirkung überprüft werden.

 


Visuelle Information und Leistung bei Head-Mounted Displays mit erweiterter Realität (Ausgabe 3-4/2005)

Autoren: Martina Ziefle, Olaf Oehme und Holger Luczak

Schlüsselwörter: · Virtuelle Realität · erweiterte Realität · kopfbasierte Display--Technologie · LCD · visuelle Suche · Reizgröße · Displaygröße · visuelle Ermüdung

Zusammenfassung

Mit so genannten Head-Mounted Displays (HMDs)kann dem Nutzer arbeitsbegleitend visuelle Informationen direkt auf die Netzhaut projiziert werden, so dass dem Nutzer zusätzliche visuelle Informationen zur Verfügung stehen. Im vorliegenden Experiment wurde eine Evaluation der Güte der Informationsdarstellung im HMD-Display unter visuell-ergonomischen Gesichtspunkten vorgenommen. Geprüft wurde, welchen Einfluss die Dichte und die Größe der darzustellenden Information auf die Lesbarkeit hat. Die visuelle Leistung (Suchgeschwindigkeit und Genauigkeit) am HMD wurde mit der bei einem herkömmlichen LCD-Bildschirm verglichen. Die Ergebnisse zeigen, dass die HMD-Technologie im Hinblick auf eine leistungsoptimale Darstellung noch nicht uneingeschränkt als Lesemedium empfohlen werden kann.Hervorzuheben ist, dass das HMD bereits im jetzigen Entwicklungsstadium dann ohne größere Leistungsminderung und Einschränkungen nutzbar ist, wenn nur wenig Information dargestellt wird und ausreichend große Reize verwendet werden. Eher ungünstig sind die Bedingungen jedoch,wenn viel Information in einer kleinen Fontgröße dargeboten wird.

Praktische Relevanz

Die Ergebnisse der vorliegenden Studie zeigen,unter welchen Bedingungen das HMD in seiner jetzigen Ausgestaltung ohne Einschränkungen verwendbar ist und wann mit Leistungsminderungen gerechnet werden muss.Weiterhin werden Optimierungsvorschläge abgeleitet.

 


Ausgabe 5/2005

Personalwirtschaft und Arbeitswissenschaft: Notwendigkeit integrativer Konzepte  (Ausgabe 5/2005)

Autor: Klaus J. Zink

Schlüsselwörter: · Arbeitswissenschaft · Personalwirtschaftslehre · Integrative Konzepte

Zusammenfassung

Das betriebliche Personalwesen und die arbeitswissenschaftlichen Funktionen in der betrieblichen Praxis sehen sich vor ähnliche Herausforderungen gestellt. Es erscheint daher sinnvoll, ein integratives Konzept zu entwickeln, das dazu beitragen kann, beide Bereiche (wieder) aufzuwerten. Dies hat auch erhebliche Konsequenzen für die universitäre Aus- und Weiterbildung.
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Physiologische Kosten energie-äquivalenter akustischer Belastungen durch „Weißes Rauschen“, Industrielärm, Heavy Metal-Musik und Klassische Musik (Ausgabe 5/2005)

Autoren: Helmut Strasser, Hartmut Irle und Roland Scholz

Schlüsselwörter: · Musikschall- und Lärmbelastung · Zeitweilige Hörschwellenverschiebungen (TTS) · Restitutionszeit (t(0 dB)) · Integrierte Hörschwellenverschiebungen (IRTTS) · Physiologische Kosten

Zusammenfassung

Gegenüber „Weißem Rauschen“ führte eine gleiche akustische Belastung von 94 dB (A) über 1 Stunde durch Industrielärm zu etwas höheren Vertäubungen und zu etwas längeren Restitutionszeiten, die an 10 otologisch unauffälligen Probanden gemessen wurden. Typische energie- äquivalente Heavy Metal-Musik unterschied sich von Industrielärm weder in den maximalen Vertäubungen und den Restitutionszeiten, noch in der Summe aller, nach der akustischen Belastung gemessenen Vertäubungen, den Integrated Restitution Temporary Threshold Shifts (den IRTTS- Werten). Die IRTTS- Werte als globale Indikatoren der Gehörgefährdung beliefen sich nach klassischer Musik jedoch lediglich auf etwa 25% der Werte für Heavy Metal- Musik und Industrielärm.

Praktische Relevanz

Übereinstimmend mit früheren Studien zeigen die hier vorgestellten Ergebnisse erneut, dass eine energie-äquivalente Beurteilung akustischer Belastungen zu Fehleinschätzungen der zu erwartenden spezifischen Wirkungen auf das Gehör führen kann. Bei viermal so hohen physiologischen Kosten, die das Gehör für Heavy Metal-Musik gegenüber Klassischer Musik zu bezahlen hat, gilt offensichtlich auch die Schlussfolgerung „Der Ton macht die Musik“. Die besondere Gefährlichkeit moderner Musikproduktionen, wie Heavy Metal, Hardrock oder Techno liegt darüber hinaus aber darin, dass sie in Diskotheken, Open-Air-Konzerten oder über Walkman bei wesentlich höheren Lautstärken gehört werden als Kompositionen, die bei Symphoniekonzerten oder Opernaufführungen dem Publikum dargeboten werden.
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Durch den Fahrer selbst erfasste Oberkörperbeschwerden beim Lenken:Einfluss von Fahrerfahrung,Geschlecht und Alter auf die Bewertung (Ausgabe 5/20

Autoren: Joseph Giacomin und Antonio Screti

Schlüsselwörter: · discomfort · driving · automobile · experience · gender · Borg

Zusammenfassung

This study investigated the human upper body discomfort caused by automobile driving. Both global and local discomfort estimates were achieved by means of a selfadministered questionnaire. The geographic area surveyed was the city of Turin, Italy, and data from a total of 269 drivers was analysed. The back region was reported to suffer the greatest discomfort, followed in order of decreasing discomfort by the neck, shoulder, arm, hand-wrist, forearm, head, chest and mandible. Female drivers provided higher discomfort responses than male drivers. Subdividing the data according to driving experience lead to large and statistically significant differences in both global and local discomfort.

Praktische Relevanz

Vehicle development programmes make extensive use of test juries and of subjective evaluation methods. This research provides a first evaluation of the differences between global analysis and local analysis of upper body discomfort, and of the effect of the factors: driving experience, gender and vehicle age.
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Interkulturelles (online-)Lernen Titel (Ausgabe 5/2005)

Autorinnen: Rosina M.Gasteiger, Christina Rautenstrauch und Verena Stengel

Schlüsselwörter: · Interkulturelles Lernen · online-Lernen · Modell interkulturellen Lernens · Internationale Personalentwicklung

Zusammenfassung

Die Auslandstätigkeit internationaler Unternehmen − selbst im Mittelstandsbereich − weitet sich in Form von Mitarbeiterentsendungen und vor allem über virtuellen Kontakt zunehmend aus. In der Literatur bleibt allerdings das Thema „interkulturelles online-Lernen“ nahezu unerwähnt. Es gilt zu klären, in welchen Bereichen und mit welchen Vor- und Nachteilen interkulturelles Lernen durch virtuelle Elemente ergänzt werden kann. In diesem Artikel wird anhand eines Models zum interkulturellen Lernen analysiert, inwieweit in den einzelnen Phasen des interkulturellen Lernprozesses eine Integration von online-Lernen möglich ist. Abschließend wird ein Praxisbeispiel interkulturellen online-Lernens vorgestellt.

Praktische Relevanz

Es werden Möglichkeiten der Integration von E-Learning in interkulturellen Trainings anhand eines Modells interkulturellen Lernens aufgezeigt und kritisch hinterfragt. Zudem werden erforderliche Bedingungen und Faktoren für die Gestaltung von Blended Learning in interkulturellen Trainings benannt. Ein Praxisbeispiel interkulturellen online-Lernens zeigt, wie PE-Maßnahmen zum interkulturellen Lernen sinnvoll durch online-Lernangebote ergänzt werden können.