TITEL, ZUSAMMENFASSUNGEN, AUTOREN UND SCHLÜSSELWÖRTER
DER BEITRÄGE AB AUSGABE 1/2003

 
1/2003 Analyse kritischer Leuchtdichte-Verhältnisse an Anzeigen und Instrumenten

Lichtschutzeinrichtungen an Büroarbeitsplätzen

Der Einfluss der Arbeitsplatzbeleuchtung auf astehnopische Beschwerden

Wandel der Büroarbeit - Wandel der Beleuchtung

Die Rolle von Face-to-face Kommunikation beim Aufbau von Vertrauen in Telekooperativen Geschäftsbeziehungen

 

2/2003 Good Practice – Buch

 

3-4/2003 THEMENHEFT: ARBEITSWISSENSCHAFT IN DER NEUKONZEPTION DER AUSBILDUNG ZUR FACHKRAFT FÜR ARBEITSSICHERHEIT

 

5/2003 Dichte im Handlungsverlauf - Überlagerungen als Fokus der Analyse
komplexer Arbeitstätigkeiten

Laborstudie zu Druckverteilungen an Pkw-Sitzen - Untersuchungen an
Kollektiven von Frauen und Männern mit repräsentativer Verteilung
von Körpergröße und Körpergewicht

Soziale Handlungsorientierungen und soziale Kompetenzen in
interorganisationalen Netzwerken

Unterwertige und qualifikationsgerechte Beschäftigung -eine vergleichende
Studie

 

Ausgabe 1/2003

Analyse kritischer Leuchtdichteverhältnisse an Anzeigen und Instrumenten (Ausgabe 1 – 2003)

Autoren: Gunnar Sievers und Peter Kurtz

Schlüsselwörter: Leuchtdichtemessung · Displays · Beleuchtung · Ergonomie

Zusammenfassung

Die Analyse und Gestaltung von Leuchtdichtesituationen besonders an Anzeigen und Instrumenten ist in der betrieblichen Praxis mit zahlreiche Problemen verbunden. Geeignete Messgeräte gehören im allgemeinen nicht zur analytischen Standardausstattung bei der Arbeitsplatzgestaltung und die Kleinheit der Sehobjekte oder ihre Einsatzbedingungen stellten bislang ein großes Problem dar. Mit dem Leuchtdichtemess-System KALIF, welches moderne Rechen- und Videotechnik zur Erfassung der Leuchtdichte nutzt, kann aber an Anzeigen und Instrumenten komfortabel eine Untersuchung kritischen Kontrastverhältnisse sowie der örtlichen und zeitlichen Gleichmäßigkeit der Leuchtdichte vorgenommen werden. Dadurch ergeben sich neue Möglichkeiten zur Gestaltung von informationsverarbeitenden Arbeitsplätzen beispielsweise im Büro, der Industrie, in Verkehrsmitteln und zur Prävention von Sehbeschwerden.

Praktische Relevanz

Mit dem Beitrag wird ein Messverfahren vorgestellt, dass es gestattet, Leuchtdichten an Anzeigen und Instrumenten einfach unter Feldbedingungen zu analysieren. Bislang schwierige oder sogar unmögliche Situationsbeurteilungen wie z. B. die Analyse der örtlichen und zeitlichen Gleichmäßigkeit werden möglich. Der arbeitswissenschaftliche Praktiker kann mit dem dargestellten Verfahren neue Wege zur Gestaltung der visuellen Wahrnehmung einschließlich der Prävention beschreiten.
[Volltext]

 


Lichtschutzeinrichtungen an Büroarbeitsplätzen (Ausgabe 1 – 2003)

Autor: Cornelia Vandahl

Schlüsselwörter: Tageslicht · Lichtschutz · Sonnenschutz · Büro · Bildschirm · Reflexblendung

Zusammenfassung

Im Rahmen eines Forschungsprojektes wurden Lichtschutzeinrichtungen ohne Lichtlenkung untersucht. In realen Büoräumen und an einem künstlichen Fenster wurden durch Versuchspersonen Bewertungen abgegeben. Versuchsparameter waren dabei die Allgemeinbeleuchtung und die Bildschirmqualität und Darstellung.

Praktische Relevanz

Blendung durch Tageslicht wird vor allem durch zu hohe Leuchtdichten am Fenster verursacht. Das Zusammenwirken klassischer Lichtschutzeinrichtungen mit verschiedenen Bildschirmqualitäten wurde untersucht und Grenzleuchtdichten daraus abgeleitet. Die Ergebnisse haben direkten Einfluß auf die Gestaltung von Büroarbeitsplätzen.
[Volltext]

 


Der Einfluss der Arbeitsplatzbeleuchtung auf asthenopische Beschwerden (Ausgabe 1 – 2003)

Autor: Christoph Schierz

Schlüsselwörter: Asthenopie · Beleuchtung · Augenreizung · visuelle Ermüdung

Zusammenfassung

Symptome asthenopischer Beschwerden lassen sich in Augenreizung, Sehbeschwerden und cerebrale Beschwerden einteilen. In diesem Beitrag wird auf Grund bisher erschienener Arbeiten diskutiert, wie weit die Innenraumbeleuchtung Ursache für solche Beschwerden sein kann. Ein wichtiger zu beachtender Aspekt sind zu hohe Leuchtdichtekontraste im Gesichtsfeld. Es kann die Hypothese aufgestellt werden, dass diese die für die Augenfokussierung zuständige Ziliarmuskulatur zu vermehrter statischer Muskelarbeit zwingen. Dies könnte insbesondere bei älteren Personen die Ursache für Sehbeschwerden sein.

Praktische Relevanz

Dem Zusammenhang zwischen Licht und Gesundheit am Arbeitsplatz wird wieder vermehrt Beachtung geschenkt. Dieser Beitrag fasst bisherige Erkenntnisse zur Wirkung der Innenraumbeleuchtung auf Sehbeschwerden zusammen. Es kann abgeleitet werden, dass geeignet gestaltete Lichtverteilungen zur Erhaltung des individuellen Wohlbefindens und der Leistungsfähigkeit beitragen können.
[Volltext]

 


Wandel der Büroarbeit – Wandel der Beleuchtung (Ausgabe 1 – 2003)

Autor: Sylke Neumann

Schlüsselwörter: Beleuchtung von Bildschirmarbeitsplätzen · Soft- und Hardware · Schreibtische · Raumkonzepte und Organisationsformen für die Büroarbeit

Zusammenfassung

Die Bedingungen für die Büroarbeit haben sich in den letzten Jahren ständig gewandelt. Die Dienstleistungsgesellschaft, in der wir uns befinden, verlangt ein hohes Maß an Flexibilität und Kreativität bei der Erledigung der Arbeitsaufgaben. Die Möglichkeit des Datenaustausches, der Kommunikation und Information über Intra- und. Internet per E-Mail erlauben es, die Büroarbeit sowohl zeitlich als auch örtlich flexibel auszuführen.

Aus diesen Gesichtspunkten heraus sind in den letzten Jahren neue Organisationsformen für die Büroarbeit entstanden, die durch neuartige Raumkonzepte und zeitgemäße Möblierungsmöglichkeiten ergänzt werden.

Durch entsprechende Beleuchtungskonzepte sollte dieser Entwicklung Rechnung getragen werden.

Praktische Relevanz

Der Beitrag behandelt folgende wichtige Aspekte für die Beleuchtungsplanung

 die Güte der Entspiegelung und die Darstellungsart (Positiv- oder Negativdarstellung) der Bildschirmanzeige,

 die Art der Möblierung und

 Raumkonzepte und Organisationsformen.

 


Die Rolle von Face-to-Face Kommunikation beim Aufbau von Vertrauen
in telekooperativen Geschäftsbeziehungen (Ausgabe 1 – 2003)

Autoren: André Büssing und Claudia Moranz

Schlüsselwörter: Vertrauen · Telekooperation · Face-to-Face Kommunikation · subjektivierendes Arbeitshandeln · sinnliche Wahrnehmung

Zusammenfassung

In 11 explorativen Interviews wurde untersucht, wie in der Anbahnungsphase von telekooperativ unterstützten Geschäftsbeziehungen Vertrauen entstehen kann. Die Ergebnisse werden mit Bezug auf das Modell zur initialen Bildung von Vertrauen nach McKnight, Cummings und Chervany (1998) diskutiert. Darüber hinaus werden zwei der ermittelten vertrauensbildenden Faktoren - ein nicht weiter zu definierendes Gefühl sowie die Notwendigkeit von Face-to-Face Kontakten - mit Hilfe des Konzepts des subjektivierenden Arbeitshandelns erklärt.

Praktische Relevanz

Insbesondere in Organisationen, in denen ein Großteil der Geschäftsprozesse mittels elektronischer Informations- und Kommunikationstechnologien realisiert wird, stellt Vertrauen einen wichtigen Erfolgsfaktor dar. Die vorliegende Untersuchung gibt Anhaltspunkte, worauf bei der Initiierung telekooperativer Geschäftsprozesse geachtet werden muss, damit Vertrauen entstehen kann.

 


Ausgabe 2/2003 - Good Practice – Buch

Die Grundlagen der ergonomischen Griffgestaltung am Beispiel einer Heckenschere
Stephan Riedel
[Volltext]

Development and Evaluation of a Work System with Product-Specific Lighting Scenarios for Visual Inspection Tasks
Johannes Brombach, Erwin Keller, Harold Brenner, Walter Ginsberg, Andreas Rinsdorf und Helmut Strasser
[Volltext]

Blendungsbegrenzung bei der Visitation von Verbund-Sicherheitsglas
Ulrich Brennecke, Dieter Floß, Andreas Wenzel
[Volltext]

Entwicklung und Gestaltung ergonomiegerechtes Arbeitstisches / Podestes für Fliesenlegertätigkeiten
Jurij Wakula, Martin Adelmann, Gerda Linke-Kaiser

Ausgewählte good practice Beispiele aus dem leanfield im Opel Werk Rüsselsheim
Karlheinz Schaub, Kerstin Hüttmann, Bernhard Grunewald, Helmut Hellwege, Wolfgang Storz

Methodenwerkzeug EAB zur Beurteilung körperlicher Arbeit
Reiner Lehr, Werner Frölich

Beteiligungsorientierte Verbesserung der Arbeitsorganisation und Arbeitsgestaltung in einem Call Center
Sandra Denecke, Falk Richter, Carla Rodewald, Andreas Pohlandt

Arbeitsgestaltung in der Gussteileseparation einer Eisengießerei
Bernd H. Müller, Helmut Peters, Hansjürgen Gebhardt, Karl-Heinz Lang

Positive Wirkungen der Einführung moderner Technischer Systeme für Mitarbeiter der Flugsicherung
Birgit Köper, Joachim Vogt

Schwingungsminderung an handgehaltenen pneumatisch angetriebenen Schlagwerkzeugen
Hartmut Enderlein, Holger Unger, Udo Kreißig

Ergonomische Gestaltung von Prüfarbeitsplätzen am Beispiel der Bekleidungsindustrie
Sascha Stowasser, Angelika Ehresmann-Schrod, Gert Zülch

Gruppenarbeit und Fehlermanagement – die Firma IWIS als gutes Beispiel
Ekkehart Frieling, Jens Bechtold

Selbstbewertung als Innovationsplattform in der stationären Altenhilfe
Norbert Kern, Peter Kern, Barbara Klein

Ergonomische Checklisten für die Bewertung von virtuellen und realen Fahrerplätzen
Manfred Dangelmaier, Frederik Hess

Arbeitsplatz- und Verhaltensergonomie in der Pflege
Regina Brauchler, Margit Weißert-Horn

Lernen aus Beinahe Unfällen, Betriebliche Lernpotenziale für Arbeitssicherheit und Produktqualität
Brigitta Geißler-Gruber, Heinrich Geißler

Toluol im Illustrationstiefdruck: Arbeitsgestaltung und Gesundheit
Andreas Seeber, Ehler Cuno, Jens Seibel, Michael Schäper

Arbeitsschutzmanagement für die Forschungspraxis
Peter Kern, Martin Braun, Wolfgang Donner

Ergonomische Gestaltung der Bedienung einer digital arbeitenden Rollendruckmaschine der MAN Roland AG
Detlef Zühlke, Gregor Enke, Achim Reuther

Entwicklung modularer Führerpulte für Triebfahrzeuge des regionalen Schienenverkehrs
Manfred Rentzsch, Birgit Liesemeier, Wolfgang Messerschmidt

Interkulturelle Aspekte der Ergonomie bei der Gestaltung interaktiver Produkte im produktionstechnischen Umfeld
Kerstin Röse

Entwicklung eines ergonomischen Arbeitsstuhls für den Produktionsbereich
Wilhelm Bauer, Martin Braun, Hans-Dieter Kaping

Untersuchung der Attraktivität und Wirksamkeit von Medien zu ergonomischen Themen
Bernd Schildge

Demontagesystemplanung an einem Beispiel aus der Elektroindustrie
Gert Zülch, Rainer Schwarz

"E-Place" in der Hauptverwaltung der IBM Deutschland – Die erfolgreiche Einführung eines neuen Bürokonzeptes
Michael Rupf, Jörg Kelter

Motivation als Unternehmensstrategie
Karl-Heinz Spiegels, Gottfried Richenhagen, Eleftheria Lehmann

Wahlarbeitszeit für Schichtarbeiter
Peter Knauth, Sonja Hornberger, Gabriele Scheuermann

Flexible Arbeitszeiten m Dienstleistungsbereich
Hiltraud Grzech-Sukalo, Andreas Brüggemann, Nicola Albrecht, Carola Brink

Einführung eines neuen Arbeitszeitmodells und einer optimierten Arbeitsorganisation in der Bühnentechnik des Opernhauses Zürich
Tobias Griess, Otto Grosskopf, Silvia Sprecher Reisbeck, Oliver Strohm, Urs Wanner

Balancierte Rationalisierung in Expertensystemen – Erfahrungen aus der Analyse und Optimierung von komplexen klinischen Prozessflüssen
Ingo Marsolek, Wolfgang Friesdorf

Prozessorientierte Mitarbeiter-Qualifikation auf der Grundlage von Prozessanalysen
Hartmut F. Binner

Benchmark von Teamperformformance in der Produktentwicklung – Einsatz eines modellbasierten Werkzeugs
Holger Luczak, Tanja Nölle, Dirk Kabel

Gruppenarbeit bei den Berliner Stadteinigungsbetrieben
Heiner Dunckel, Christoph Landerer

Betriebliches Gesundheitsmanagement – Ziele, Kennzeichen und praktische Umsetzung im Global Logistics Center, Germersheim
Martin J. Thul, Dorothea Benz, Klaus J. Zink

Gestaltung gesunder Arbeitsbedingungen für den Bereich Reinigung
Elke Huth, Detlef Krüger, Joachim Breetz

 


Ausgabe 3-4/2003

THEMENHEFT: ARBEITSWISSENSCHAFT IN DER NEUKONZEPTION DER AUSBILDUNG ZUR FACHKRAFT FÜR ARBEITSSICHERHEIT

Neukonzeption der Ausbildung zur Fachkraft für Arbeitssicherheit

Autor: Hans-Jürgen Bieneck 70

Schlüsselwörter: Sicherheitsfachkraft · Ausbildungskonzept · Ziel der Neukonzeption · Einfluss arbeitswissenschaftlicher Erkenntnisse
[Volltext]

 

 

Der Beitrag der Arbeitswissenschaft zur Weiterentwicklung von Arbeitsschutz und Gesundheitsförderung

Autoren: Matthias Brüggmann, Holger Luczak und Manfred Schweres 73

Schlüsselwörter: Arbeitswissenschaft · Arbeitsschutz · Arbeitssicherheit · Gesundheitsförderung · Forschung · Wissenschaft
[Volltext]

 

 

Grundsätze der Ausbildung zur Fachkraft für Arbeitssicherheit

Autor: Gerhard Strothotte 84

Schlüsselwörter: zeitgemäßes Anforderungsprofil als Basis der Ausbildung · Lernprozessorientierung · Handlungsorientierung · Vernetzung von Präsenz- und Selbstlernen · Vermittlung von Fach-, Methoden- und Sozialkompetenz
[Volltext]

 

 

Arbeitssicherheit im Ingenieurstudium - Erfahrungen an der Technischen Universität Braunschweig

Schlüsselwörter: Ausbildung Arbeitssicherheit · Arbeitswissenschaft · Fachkraft für Arbeitssicherheit · Sicherheitsingenieur

Autor: Johannes-Henrich Kirchner 90

 

 

Sicherheit und Gesundheit als Bestandteil der Systemgestaltung

Schlüsselwörter: Fachkraft für Arbeitssicherheit · Systemsicherheit · Ingenieursausbildung · Curriculum · human engineering · Arbeitswissenschaft

Autor: Lutz Packebusch 93

 

 

Ausbildung zur Fachkraft für Arbeitssicherheit - TU Dresden

Schlüsselwörter: Ausbildung Arbeitsschutz · Fachkraft für Arbeitssicherheit · Sicherheitsingenieur

Autor: Martin Schmauder 98

 

 

Ausbildung zur Fachkraft für Arbeitssicherheit - TU Chemnitz

Schlüsselwörter: Arbeitsschutz-Ausbildung · Arbeitswissenschaft-Bildung · Fachkraft für Arbeitssicherheit · Sicherheitsingenieur · Studienablauf · Um-/Durchsetzung · Unterricht

Autor: Bernd Schüttauf 103

 

 

Arbeitsmedizin in der Ausbildung von Sicherheitsingenieuren an der Universität Hannover

Schlüsselwörter: Arbeitsmedizin · Arbeitsschutz-Gesetze · Gefährdungsbeurteilung · Gesundheitsschutz im Betrieb · Lehrprogramm

Autoren: Wulf Dahlke, Hendrik Isdepski und Harald Strating 108

 

 

"Anlagenfahrer Löffler schaltet zu spät" - Arbeitswissenschaftliche Theorie in der Ausbildung von Sicherheitsingenieuren

Schlüsselwörter: Arbeitsmedizin · Arbeitsschutz-Gesetze · Gefährdungsbeurteilung · Gesundheitsschutz im Betrieb · Lehrprogramm

Autoren: Manfred Schweres und Karl Ulrich Lippoth 114

 

 

Besonders schutzwürdige bzw. gefährdete Personengruppen als Themenfeld in der neuen Fachkraftausbildung für Arbeitssicherheit

Schlüsselwörter: Arbeitsschutz · Arbeitsmedizin · Fähigkeitsprofil · Anforderungsprofil · Arbeitssicherheit

Autoren: Ina Ueberschär und W. Heipertz 123

 

 

Einsatz arbeitswissenschaftlicher Erkenntnisse im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements

Schlüsselwörter: Gesundheitsmanagementsysteme · Alter und Leistungsvermögen · Altersadaptierte

Zielgrößen für die Arbeitsplatzgestaltung · Gesundheitsberichterstattung zur Qualitätskontrolle

Autoren: Wolfgang Hilla und Joachim Stork 127

 


Ausgabe 5/2003

Dichte im Handlungsverlauf - Überlagerungen als Fokus der Analyse komplexer
Arbeitstätigkeiten (Ausgabe 5 - 2003)


Autoren: Tanja Manser, Theo Wehner und Marcus Rall

Schlüsselwörter: Dichte · Handlungsverläufe · komplexe Arbeitssysteme
· Beobachtungsmethode · Anästhesiologie

Zusammenfassung:
Verschiedene ergonomisch motivierte Studien betonen, dass die Möglichkeit der zeitgenauen Erfassung zeitlicher Überla-gerungen im Handlungsverlauf eine wesentliche Vorausset-zung für die angemessene Beschreibung anästhesiologischen Handelns in der Narkoseführung darstellt. Die vorgestellte Studie fokussiert auf die damit verbundenen, bislang jedoch nicht überwundenen methodischen Schwierigkeiten. Es wur-de ein Beobachtungssystem zur Handlungsverlaufsanalyse erarbeitet und erprobt, das die Erfassung und Quantifizierung der zeitlichen Überlagerung von Teiltätigkeiten ermöglicht.
Die Ergebnisse der durchgeführten Feldstudie zeigen, dass Über-lagerungen von Operationen als wesentliches Merkmal anästhesiologischen Handelns in der Narkoseführung anzu-sehen sind. Es zeigt sich eine charakteristische Verteilung der Dichte, als einem quantitativen Maß für Überlagerungen von Operationen im individuellen Handlungsverlauf der narkose-führenden Person.

Praktische Relevanz Unter einer Anwendungsperspektive ist die Relevanz des am Beispiel der Anästhesiologie vorgestellten methodischen Vorgehens zur Analyse komplexer Arbeitstätigkeiten sowohl im Hinblick auf die Patientensicherheit als auch auf die Quali-tät anästhesiologischen Handelns zu sehen. Die Analyse von Handlungsverläufen liefert tätigkeitsbezogene Erkenntnisse, die arbeitspsychologisch fundierte Gestaltungshinweise zum Beispiel zu Fragen der Standardisierung von Arbeitsprozessen oder der Gestaltung von Arbeitsaufgaben ermöglichen.
[Volltext]

 

 

Laborstudie zu Druckverteilungen an Pkw-Sitzen - Untersuchungen an Kollektiven von Frauen und Männern mit repräsentativer Verteilung von Körpergröße und Körpergewicht (Ausgabe 5 - 2003)

Autoren: Barbara Hinz, Helmut Seidel, Gerhard Menzel, Jürgen Keitel und Lutz Gericke

Schlüsselwörter: · Pkw-Sitze · Druckverteilungen · Modelle · Anthropometrie · Sitzpolster · Rückenlehne

Zusammenfassung

In einer experimentellen Studie wurden für Pkw-Sitze die statischen Druckverteilungen an den Kontaktflächen von Sitz und Rückenlehne für repräsentative Gruppen von Männern und Frauen bei der Nutzung von handelsüblichen Pkw-Sitzen und einem harten Laborsitz mit gepolsterter Lehne untersucht.

Praktische Relevanz

Die Sitzgestaltung ist ein entscheidender Faktor für die ergonomische Gestaltung von Pkw- Arbeitsplätzen. Ausreichende Kenntnisse der Druckverteilungen können zur Optimierung der Sitzgestaltung beitragen und zur Qualifizierung von mathematischen und gegenständlichen Modellen dienen, die für Sitzprüfungen vorgesehen sind.
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Soziale Handlungsorientierungen und soziale Kompetenzen in interorganisationalen Netzwerken (Ausgabe 5 - 2003)

Autoren: Wolfgang G. Weber, Carsten Ostendorp und Theo Wehner

Schlüsselwörter: Unternehmensnetzwerke · Kooperation · soziale Kompetenz · prosoziales Verhalten · Wissensmanagement

Zusammenfassung

Unter sozialen Handlungsorientierungen sind mit sozialen Kompetenzen und Motiven verbundene Merkmale der Bereitschaft zum zielgerichteten Handeln von Akteuren in Kooperationsbeziehungen zu verstehen. Die sozialen Handlungsorientierungen von Repräsentanten aus 13 Schweizer Unternehmen, welche ihre Beteiligung an einem interorganisationalen Netzwerk für Ideentausch abwogen, wurden in fokussierten Interviews erhoben. Auf Basis einer qualitativen Inhaltsanalyse konnten vier unterschiedliche Formen der sozialen Handlungsorientierung bestimmt werden: (1) egozentrischutilitaristische Handlungsorientierung, (2) betriebs-wirtschaftlich geprägte Austauschorientierung, (3) sozial geprägte Austauschorientierung sowie (4) mutualistischprosoziale Handlungsorientierung.

Praktische Relevanz

Sowohl von Unternehmenspraktikern als auch von Arbeitssowie Organisationswissenschaftlern wird die besondere Bedeutung der Förderung von sozialen Kompetenzen, Teamfähigkeit, Lernbereitschaft und Vertrauenskultur für das Gelingen der interorganisationalen Kooperation hervorgehoben.
Die Ergebnisse dieser Studie enthalten Hinweise zu Problemen im Zusammenhang mit solchen sozial- und organisations-psychologischen Aspekten, die den Erfolg der Zusammenarbeit in interorganisationalen Netzwerken für Ideentausch und Innovation beeinflussen können.

Wir widmen diesen Artikel unserem Kollegen Dr. habil. Rainer Oesterreich (TU Berlin)

 

 

Unterwertige und qualifikationsgerechte Beschäftigung -eine vergleichende Studie
(Ausgabe 5 - 2003)

Autoren: Bärbel Bergmann und Falk Richter

Schlüsselwörter: Arbeits- und Organisationsgestaltung · Motivation · selbst organisiertes
Lernen · unterwertige Beschäftigung

Zusammenfassung

Zu den Veränderungen in der Arbeitswelt gehört es, dass sich der Beruf als Orientierungsgröße in der Biografiegestaltung auflöst.
Ein wachsender Anteil Erwerbstätiger erlebt Brüche in der Erwerbsbiografie. Eine Form besteht darin, dass in unterwertige Beschäftigung gewechselt wird. Die Studie vergleicht die Arbeitssituation, arbeitsbezogene Motivation und Einschätzungen beruflicher Fähigkeiten von qualifikationsgerecht und unterwertig Beschäftigten mit einer Hochschulqualifikation. Die Lernhaltigkeit der Arbeitssituation und Kriterien für arbeitsbezogene Motivation weisen deutliche Unterschiede zwischen beiden Gruppen aus. Unterwertig Beschäftigte haben geringere Ausprägungen.
Die Lernhaltigkeit der Arbeitssituation wird durch den Tätigkeitsspielraum und die Vollständigkeit von Arbeitsaufgaben, durch die Anforderungsvielfalt und die Transparenz der Informationsflüsse (= Lernhaltigkeit der Arbeitsaufgabe) sowie durch Partizipationsmöglichkeiten, zeitliche Freiräume, Anerkennung selbständigen Handelns und Entwicklungsmöglichkeiten im Unternehmen (= Lernförderung durch die Organisation) operationalisiert. Diese Situationsmerkmale werden als Prädiktoren für die Ausprägung intrinsischer Motivation in der Arbeit interpretiert. Konsequenzen für die Entwicklung selbst organisierten Lernens in der Arbeit werden diskutiert.

Praktische Relevanz

Vielfältige Arbeitsaufgaben mit Tätigkeitsspielräumen, transparenten Informationsflüssen und eine Lernen anerkennende sowie Partizipation ermöglichende Unternehmenskultur sind Voraussetzungen für das Erhalten und Entwickeln arbeitsorientierter Lernmotivation.
Führungskräfte können dafür Instrumente und Gestaltungsleitfäden der Arbeitspsychologie nutzen, z. B. das Tätigkeitsbewertungssystem.

Die Untersuchung erfolgte im Rahmen des Projekts "Individuelle Kompetenzentwicklung durch Lernen im Prozess der Arbeit ";gefördert durch das BMBF.
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