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TITEL, ZUSAMMENFASSUNGEN, AUTOREN UND
SCHLÜSSELWÖRTER DER BEITRÄGE AB AUSGABE 1-2/2002 |
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| 1-2/2002 |
Vom Sinn und Unsinn der Messung psychischer Belastung und Beanspruchung Bestimmung der bedingungsbezogenen Messgenauigkeit der Anstrengungsskala Untersuchung der Sensitivität des Nasa-Tlx und Nasa-Tlx-Zeis bei einer Flugführungsaufgabe Multivariate Analyse der bedingungsbezogenen Messgenauigkeit von Beanspruchungsindikatoren Laborversuche zur Analyse von Menschlichen Fehlern in der Kommissionierung Belastung der Lendenwirbelsäule beim Heben und Umsetzen von Lasten
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| 3/2002 |
Studie zum Erwerb von Ortskenntnissen in grossräumigen Landschaften
durch Schulungen in virtuellen Simulationsumgebungen Wirkung der Elemente virtueller Realität bei Havarietraining und Schulung Hand-Auge-Koordination und Training bei simulierter Monitor-Endoskopie
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| 4/2002 |
Die Belastung
zukünftiger Büroarbeit Einkaufsführer für PC-Bildschirme Tastaturen – Eine Auswahlhilfe Bewertung der Gebrauchstauglichkeit von Software Prüfung der ergonomischen Qualität von Software in Büroumgebungen Schwachstellenanalyse von Software mit Hilfe der Kriterien der Gebrauchstauglichkeit Sitzen im Büro – Last oder Lust Ergonomie am Bildschirm-Arbeitsplatz – Ad-hoc Massnahmen direkt bei der Arbeitsplatzbegehung Flächenplanung von Büroarbeitsplätzen – Berücksichtigung von Ergonomie und Organisation Beteiligungsorientierte Büroraumgestaltung Lärmschutz und akustischer Komfort im Büro Vor- und Nachteile intensiver Beleuchtung am Büroarbeitsplatz Light@Work – Licht für das Büro Blendschutz und Beleuchtung am Bildschirmarbeitsplatz Innovative Arbeitskonzepte zur Steigerung von Kreativität und Produktivität im Büro Arbeitsbedingungen in Call Centern Vernetzte Büroarbeit – Gestaltung von Telekooperation Arbeitsmedizinische Aufgaben und Probleme bei Büroarbeit
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| 5/2002 |
Gibt es Vorgehensmerkmale erfolgreichen Entwickelns von Produkten?
Der immerwahrende Traum vom Ende des Fliessbands: Überlegungen zu den Arbeitsweisen der Zukunft
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Vom Sinn und Unsinn der Messung psychischer Belastung und Beanspruchung (Ausgabe 1-2/2002) Autor: Heinz Schmidtke Schlüsselwörter: Belastung, Beanspruchung, Meßmethoden, Bewertungskriterien Zusammenfassung: Es wird dargelegt,
dass zahlreiche der in jüngerer Zeit vorgelegten
Untersuchungen zum Problemkreis der psychischen Belastung und Beanspruchung auf
Methoden zurückgreifen, die sich in der Vergangenheit als untauglich erwiesen haben. Praktische Relevanz: Die Flut an
Publikationen kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass
die Arbeitswissenschaft derzeit über keinen verlässlichen Methodensatz zur Messung der
psychischen Belastung und Beanspruchung verfügt, selbst wenn enthusiasmierte Autoren
häufig eine Bewertung mit einer Messung verwechseln. Über einige aktuelle Probleme der Erfassung, Messung und Beurteilung der psychischen Belastung und Beanspruchung (Ausgabe 1-2/2002) Autor: Friedhelm Nachreiner Schlüsselwörter: psychische Belastung, psychische Beanspruchung, Messverfahren, Gütekriterien Zusammenfassung: Die zunehmende
Bedeutung der psychischen Belastung und
Beanspruchung als Komponente der Gesamtbelastung erfordert Messverfahren, die eine
messtheoretisch befriedigende Erfassung dieser Konstrukte erlauben, und zwar unter
praktischen wie wissenschaftlichen Gesichtspunkten. Die Diskussion einiger der mit der
Erfassung dieser Konstrukte verbundenen Probleme zeigt, dass dabei sowohl konzeptuelle
- was soll gemessen werden - wie methodische Probleme - wie kann das gemessen
werden - sowie Probleme der Bestimmung der Messgüte - wie lässt sich eine angemessene
Messgüte bestimmen und sicherstellen - auftreten. Praktische Relevanz: Die Diskussion
der bestehenden Probleme begrifflicher Unschärfe
und ihre Bedeutung für die Erfassung und Beurteilung psychischer Belastung und
Beanspruchung soll zu einer kritischen Beurteilung der Gebrauchstauglichkeit
verschiedener Messverfahren anregen und ihrem unreflektierten Einsatz vorbeugen. Zur Reliabilität, Validität, Sensitivität und Diagnostizität von Herzfrequenz- und Herzfrequenzvariabilitätsmaßen als Indikatoren psychischer Beanspruchung (Ausgabe 1-2/2002) Autoren: Peter Nickel, Karin Eilers, Liane Seehase, Friedhelm Nachreiner Schlüsselwörter: Herzfrequenzvariabilität, psychische Beanspruchung, Reliabilität, Validität, Sensitivität, Diagnostizität Zusammenfassung: Maße der Herzschlagfrequenz oder ihrer Variabilität werden mittlerweile als valide Standard- ndikatoren psychischer Beanspruchung empfohlen und in Feld- und Laborstudien eingesetzt. Dem widersprechen Ergebnisse verschiedener systematischer Evaluationsstudien, wonach einerseits mit den Indikatoren eher unterschiedliche Personen als unterschiedliche Belastungsbedingungen differenziert werden können. Andererseits weisen die Ergebnisse nicht etwa auf aufgabenspezifische Effekte, sondern auf eine Indikation aufgabenunspezifischer Aktivierung (z.B. durch Tageszeiteffekte, Pacing-Effekte) hin. Eine vermeintliche Indikation psychischer oder mentaler Beanspruchung ist auf Konfundierungen mit emotionalen Beanspruchungskomponenten (z.B. durch Zeitdruck, Bedrohung des Scheiterns, Frustration) rückführbar. Praktische Relevanz: Zur
Untersuchung von Zusammenhängen psychischer Belastung und
Beanspruchung in Arbeitssystemen mit dem Ziel der Verhältnisprävention sind solche
Indikatoren unzureichend. Es besteht die Gefahr, stark psychisch und insbesondere mental
beanspruchende Situationen, in denen keine emotionalen oder Stress-Reaktionen auftreten,
als akzeptabel zu beurteilen, während es tatsächlich bereits in normalen Situationen zu
psychischer Ermüdung und Fehlern durch mentale Beanspruchung gekommen sein kann,
die nicht indiziert wird. Bestimmung der bedingungsbezogenen Messgenauigkeit der Anstrengungsskala (Ausgabe 1-2/2002) Autor: Martin Schütte Schlüsselwörter: Generalisierbarkeitstheorie, Belastungskombination, Anstrengungsskala Zusammenfassung: Die durchgeführte
Untersuchung zielte auf eine Überprüfung der
Empfindlichkeit der Anstrengungsskala bei Kombination von wahrnehmungs- sowie
gedächtnisbezogenen Anforderungen. Dazu fanden aus Buchstaben und Ziffern bestehende
Zufallsketten unterschiedlicher Länge Verwendung, deren Erkennbarkeit jeweils verändert
wurde. Die Aufgabe verlangte zunächst eine Zufallskette zu lernen. Daran schloss sich die
Darbietung weiterer Folgen derselben Länge und Kodierungsstufe an, wobei jeweils zu
entscheiden war, ob die präsentierte der zuvor gelernten Sequenz entsprach. Praktische Relevanz: Das vorliegende Experiment liefert Aufschluss über die bedingungsbezogenen Messeigenschaften sowie die Einsatzmöglichkeiten der Anstrengungsskala. Die Ergebnisse zeigen, dass das Verfahren auf mit der Informationsaufnahme verbundene Belastungen reagiert, hier allerdings nur zwischen niedrigen und hohen Anforderungen zu trennen erlaubt. Damit eignet sich das Instrument im wesentlichen nur für orientierende Erhebungen. Untersuchung der Sensitivität des Nasa-Tlx und Nasa-Tlx-Zeis bei einer Flugführungsaufgabe (Ausgabe 1-2/2002) Autoren: Claudius Pfendler und Martin Schütte Schlüsselwörter: Beanspruchungsmessung, Sensitivität, Generalisierbarkeitstheorie, Flugführungsaufgabe Zusammenfassung: In diesem
Experiment wurden die zwei subjektiven
Beanspruchungsmessmethoden NASA- LX und NASA-TLX-ZEIS bei einer simulierten
Flugführungsaufgabe mit Hilfe der Generalisierbarkeitstheorie auf ihre Sensitivität
überprüft. Praktische Relevanz: Praktische Messungen der Beanspruchung setzen voraus, dass die dabei eingesetzten Methoden eine hinreichende Sensitivität besitzen. Die Ergebnisse zeigen, dass NASA-TLX und NASA-TLX-ZEIS bei Beanspruchungsmessungen in Flugführungsaufgaben für Screening Zwecke benutzt werden können. Aufgrund der höheren Sensitivität sollte dabei jedoch NASA-TLX bevorzugt werden. Multivariate Analyse der bedingungsbezogenen Messgenauigkeit von Beanspruchungsindikatoren (Ausgabe 1-2/2002) Autoren: Martin Schütte und Peter Nickel Schlüsselwörter: Psychische Beanspruchung, Herzschlagfrequenzvariabilität, Leistungsqualität, Leistungsquantität, multivariate Generalisierbarkeitstheorie Zusammenfassung: Ausgehend von dem
Postulat, dass eine angemessene Bestimmung
psychischer Beanspruchung einen verschiedene Verhaltensebenen gleichzeitig
einbeziehenden Untersuchungsansatz notwendig macht, zielte das vorliegende Experiment
auf die Analyse der bei einem sowohl psychophysiologisch als auch leistungsbezogen
ausgerichtetem Erhebungskonzept insgesamt zu erreichenden Messgenauigkeit. Praktische Relevanz: Die durchgeführte Studie beschreibt die Anwendung der multivariaten G-Theorie im Rahmen der Bestimmung der Zuverlässigkeit eines mehrere abhängige Variablen berücksichtigenden Ansatzes zur Erfassung psychischer Beanspruchung und liefert damit Verfahrensentwicklern Hinweise auf die Reliabilitätsprüfung von Instrumenten mit bedingungsbezogenem Messanspruch. Diagnostik von Arbeitsanforderungen und Kumulativen Beanspruchungsfolgen am Beispiel eines Call Centers (Ausgabe 1-2/2002) Autoren: Peter Richter, Uwe Debitz Und Frank Schulze Schlüsselwörter: Belastungs-Beanspruchungsmessung, Anforderungsanalyse, Kumulative Beanspruchungsfolgen, Call Center-Tätigkeiten Zusammenfassung: Gesundheitsförderung in einer sich wandelnden Arbeitswelt bedarf in wachsendem Maße einer prospektiven Gestaltung räumlich und zeitlich flexibler Aufgabensegmente. Erforderlich sind Weiterentwicklungen von Bewertungs- und Gestaltungsmethoden im Rahmen einer Auftrags- Auseinandersetzungs-Konzeption von Belastungen. In diesem Beitrag wird hierzu eine Anwendung des TBS/REBA-Verfahrens bei Tätigkeiten mit verstärkter Interaktionsarbeit im Umgang mit moderner IuK-Technologie, die Erfassung von Beanspruchungsfolgen mittels des BMS-Fragebogens sowie die faktorielle Struktur monopolarer Ratingskalen vorgestellt. Praktische Relevanz: Eine praktikable Methode zur Abschätzung kurzzeitiger (stündlicher) Beanspruchungsfolgen, orientiert an der DIN EN ISO 10 075-1, wird beschrieben. Anhand eines Beispiels aus einem Call Center wird gezeigt, dass viel stärker als bislang realisiert, zur Diagnostik von Fehlbeanspruchungen Verläufe über eine Woche erfasst werden sollten, um Kumulationen von Fehlbeanspruchungen erfassen zu können. Psychische Belastung und Beanspruchung aus der Sicht der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin (Ausgabe 1-2/2002) Autoren: Peter Ullsperger und Armin Windel Schlüsselwörter: psychische Belastung, psychische Beanspruchung, menschengerechte Arbeitsgestaltung, Arbeitsschutz, Normung Zusammenfassung: Die Ermittlung und
Vermeidung psychischer Fehlbelastung bei der
Arbeit sowie die präventive Gestaltung der Arbeitsbedingungen zählen zu den
Handlungsschwerpunkten des modernen Arbeitsschutzes, um die Sicherheit und
Gesundheit der Beschäftigten, aber auch die Leistungserstellung in den Unternehmen zu
fördern. Vor dem Hintergrund noch immer vorhandener Missverständnisse und
Verständnisprobleme schafft die Normung zu diesem Themenbereich national wie
international eine geeignete Verständigungsgrundlage. Laborversuche zur Analyse von Menschlichen Fehlern in der Kommissionierung (Ausgabe 1-2/2002) Autor: Andreas Lolling Schlüsselwörter: Kommissionierung, menschliche Zuverlässigkeit, menschlicher Fehler, Kommissionierfehler, Fehlhandlungswahrscheinlichkeit, Gestaltungshinweise Zusammenfassung: Das Ziel der Laborversuche ist die Untersuchung ausgewählter Einflussgrößen hinsichtlich ihres Zusammenhangs mit der Fehlerrate in manuellen Kommissioniersystemen. Der Kommissionierfehler (Pickfehler) wird definiert, und es wird eine Klassifizierung der Pickfehler in vier Fehlerarten vorgestellt. Die Versuche wurden in einem zu
diesem Zweck eingerichteten Kommissionierlager für
Kleinteile durchgeführt. Praktische Relevanz: Aufgrund der Flexibilität des Menschen wird in der Praxis überwiegend manuell kommissioniert. Der Pickfehler hat deshalb eine hohe Bedeutung für die Qualität, die bei der Zusammenstellung der Kundenbestellungen erreicht wird. Da es zur Reduzierung der Kommissionierfehler erforderlich ist, die entscheidenden zur Fehlerentstehung beitragenden Einflussgrößen und ihre Auswirkungen zu kennen, hilft die vorgenommene Untersuchung, einige dieser Einflussgrößen zu bewerten und Gestaltungsmaßnahmen abzuleiten. Belastung der Lendenwirbelsäule beim Heben und Umsetzen von Lasten (Ausgabe 1-2/2002) Autoren: Matthias Jäger, Rainer Göllner, Claus Jordan, Andreas Theilmeier und Alwin Luttmann Schlüsselwörter: Heben, Umsetzen, Belastung der Lendenwirbelsäule, Biomechanik, Richtwerte Zusammenfassung: Bei logistischen
Problemstellungen wie dem Kommissionieren von
Waren sind manuelle Lastenhandhabungen unvermeidbar. Zur Berücksichtigung der
resultierenden Belastung für die ausführenden Personen sollte insbesondere die
mechanische Belastung der Lendenwirbelsäule erfasst und hinsichtlich möglicher
Überlastung beurteilt werden, da bei beruflich entsprechend exponierten Personen eine
erhöhte Erkrankungshäufigkeit im Rückenbereich mit erheblichem Arbeitsausfall vorliegt. Praktische Relevanz: Überlastungen der Wirbelsäule stellen eine der wesentlichen Ursachen einerseits für Erkrankungen und andererseits für Ausfallzeiten dar. Zur Identifizierung von Arbeitssituationen mit zu hoher Wirbelsäulenbelastung werden quantitative Angaben zur Höhe der Belastung bei typischen Handhabungsvorgängen sowie Bewertungskriterien vorgestellt, so dass derartige Überlastungen im Sinne der Prävention zukünftig vermieden werden können. Studie zum Erwerb von Ortskenntnissen in grossräumigen Landschaften durch Schulungen in virtuellen Simulationsumgebungen (Ausgabe 3/2002) Autoren: Dirk Schlender, Olaf H. Peters Schlüsselwörter: Ortskenntnisse, Navigation, virtuelle Umgebungen Zusammenfassung: Virtuelle Umgebungen können zur Nachbildung grossräumiger Landschaften eingesetzt werden. In einem Experiment wurde überprüft, inwieweit eine Schulung in einer simulierten Nachbildung einer Landschaft das Navigieren in der realen Umgebung fördern kann. Ein Vergleich mit Kartenmaterial wurde durchgeführt. Praktische Relevanz: Zukünftige
Einsatzfelder von virtuellen Umgebungen für private,
industrielle und militärische Aufgaben werden untersucht. Weiterhin
können Erkenntnisse
zur Gestaltung zukünftiger Telematik- und Navigationssysteme gewonnen
werden. Wirkung der Elemente virtueller Realität bei Havarietraining und Schulung (Ausgabe 3/2002) Autor: Ludwig Hub Schlüsselwörter: Prozesssicherheit, Havarietraining, Schulung, Prozesssimulation, virtuelle Realität Zusammenfassung: Anwendung eines Prozesses aus der täglichen Praxis, richtige Wiedergabe der zeitlichen Abläufe und realitätsnahe Reaktionen der simulierten Anlage auf die Eingriffe des Teilnehmers sind die wichtigsten Parameter für eine effiziente Verwendung der Elemente virtueller Realität in Simulatoren. Praktische Relevanz: Training und
Ausbildung von Operatoren in der chemischen Industrie
mit Hilfe von Simulatoren reduzieren das Risiko hoher Verluste, die
durch vermeidbare
Havarien entstehen können. Die Ausbildung selbst ist oft mit
beachtlichen Kosten
verbunden. Studium der Effizienz der Elemente virtueller Realität
ermöglicht es, die
Entwicklung von Trainingssimulatoren zu optimieren. Einsatz eines Fragebogens (D-MEQ) zur Bestimmung des Chronotyps bei der Zuweisung eines Schichtarbeitsplatzes (Ausgabe 3/2002) Autorin: Barbara Griefahn Schlüsselwörter: Schichtarbeit, zirkadiane Phasenlage, Fragebogen Zusammenfassung: Die individuelle zirkadiane Phasenlage spielt bei der Bewältigung von Schichtarbeit eine wesentliche Rolle. Morgentypen entwickeln bei Nachtarbeit, Abendtypen bei Frühschichten erhebliche Schlafdefizite. Deshalb sollte der Chronotyp bei der Zuweisung eines Schichtarbeitsplatzes berücksichtigt werden. Ein zuverlässiges Instrument ist der schon 1976 von Horne und Östberg entwickelte Morningness-Eveningness Questionaire, der für den deutschen Sprachraum aufbereitet und validiert wurde. Praktische Relevanz: Dieser Artikel
stellt ein Messinstrument vor, um den wichtigen Aspekt
der individuellen zirkadianen Phasenlage zu erfassen und gibt somit
nicht nur Betriebsärzten
und –psychologen sondern auch Betroffenen und Entscheidungsträgern
relevante zusätzliche
Informationen zur Schichtplangestaltung. Hand-Auge-Koordination und Training bei simulierter Monitor-Endoskopie (Ausgabe 3/2002) Autor: Felix Klimmer Schlüsselwörter: Monitor-Endoskopie, Hand-Auge-Koordination, Werkzeugtransformation, Training Zusammenfassung: Es wird eine
Untersuchung zum Training endoskopischer Techniken
vorgestellt. Mit einer hierfür erstellten Simulator-Box ist die korrekte
Endoskopeinführtiefe
und die Schnelligkeit der Zielbewegung sowie deren radiale Abweichung
vom Ziel erfassbar. Praktische Relevanz: Beim Einsatz moderner Endoskope in der klinischen Praxis wird die Beobachtung anstatt direkt durch das Okular verstärkt via Kamera auf einem Videomonitor durchgeführt. Die sich dabei ergebenen Probleme der unterschiedlichen Bewegungen von Hand und Monitorbild, können durch das Lernen entsprechender Transformationen bewältigt werden. Dazu ist die Entwicklung von Versuchsaufbauten notwendig, die dafür verwendet werden können. Anhand von Untersuchungen zum optimalen Lernen können Vorschläge für die Ausbildung endoskopischer Tätigkeiten, z. B. Training angehender Urologen, entwickelt werden. Untersuchung der Druckverteilung an der Kontaktstelle Mensch-Sitz in Abhängigkeit von Sitzen, Haltungen und Körpermassen (Ausgabe 3/2002) Autoren: Barbara Hinz, Lutz Gericke, Jürgen Keitel, Gerhard Menzel, Helmut Seidel Schlüsselwörter: Druckverteilung, Fahrersitz, Rückenlehne, Haltung, Anthropometrie Zusammenfassung: Die
Kontaktflächencharakteristik Mensch-Sitz wurde bisher vorwiegend
unter dem Gesichtspunkt des Komfortempfindens qualitativ betrachtet. In
einer
experimentellen Studie werden die Einflüsse von Sitzen, Haltungen und
Körpermaßen auf
statische Druckverteilungen an den Kontaktflächen von Sitz und
Rückenlehne quantifiziert. Die Belastung zukünftiger Büroarbeit (Ausgabe 4/2002) Autoren: Peter Kurtz, Gunnar Sievers Zusammenfassung: Neue Technologien und
Arbeitsformen im Büroalltag, eingesetzt zur
Effektivitätssteigerung, können zu Symptomen wie Kopfschmerzen,
Müdigkeit,
Abgeschlagenheit... führen. Ursache ist die kumulative Wirkung mehrerer
Umgebungs- und
Organisationsfaktoren. Wie kann man den auslösenden Faktoren, die zur
Effektivitätssenkung beitragen, in Zukunft begegnen? Maßgebliche
Belastungen physischer
und psychischer Art werden in diesem Artikel angesprochen und
praxisorientierte Hinweise
zur Linderung oder Vermeidung gegeben. Einkaufsführer für PC-Bildschirme (Ausgabe 4/2002) Autor: Markus Neumann Zusammenfassung: "Wer die Wahl hat, hat
die Qual!". Dies gilt auch für die Beschaffung
eines Computermonitors. Die folgenden Informationen sollen Ihnen daher
als
Entscheidungshilfe bei der Auswahl eines für Ihre Anwendungen passenden
Monitors
dienen. Prinzipiell gilt – eine zu gute Qualität gibt es bei
Bildschirmen nicht. Leider wird
beim Kauf eines PC-Systems häufig zu sehr auf innere Werte wie
Prozessortakt und
Festplattenkapazität geachtet. Die wichtige Peripherie wie Tastatur,
Maus und Bildschirm
werden als notwendiges Übel mitgekauft, da sonst der Rechner nutzlos
wäre. Tastaturen – Eine Auswahlhilfe (Ausgabe 4/2002) Autorin: Yvonne Ferreira Zusammenfassung: Dauernutzung von
Tastaturen bei der Bildschirmarbeit kann
gesundheitliche Schäden hervorrufen. Welche Schäden das sind, worauf sie
zurückzuführen
sind und auf was der Käufer einer Tastatur achten muss, um diesen
Schäden vorzubeugen,
zeigt dieser Artikel auf. Bewertung der Gebrauchstauglichkeit von Software (Ausgabe 4/2002) Autoren: Gert Zülch, Sascha Stowasser Zusammenfassung: Sehr häufig beklagen
sich Software-Benutzer über die mangelnde
Gebrauchstauglichkeit von Software, wie zum Beispiel schwierige
Erlernbarkeit von
Anwendungsprogrammen, unzureichende Funktionalität, undurchschaubare
Programmabläufe. Die Verwirklichung und Bewertung der
Gebrauchstauglichkeit von
Software ist daher von der Entwicklung bis zur Auswahl, Kauf und Nutzung
der Software
unbedingt durchzuführen und für den Einsatzerfolg der Software
maßgeblich. Der Beitrag
geht auf die verschiedenen Anlässe der Bewertung ein und zeigt die
Vorgehensweise und
Methoden, die zur Auswahl von Software herangezogen werden können. Prüfen der ergonomischen Qualität von Software in Büroumgebungen (Ausgabe 4/2002) Autor: Ahmet Cakir Zusammenfassung: Dieser Artikel stellt Arbeitsplatzanalysen vor, die vornehmlich dazu dienen, langfristig die Belastung der Mitarbeiter durch die Beschaffenheit von Software zu mindern, indem ergonomische Mängel der vorhandenen Software beseitigt werden und ähnliche Mängel bei Planungen vermieden werden. Es werden mehrere erfolgreich eingesetzte Analysemethoden vorgestellt und Erfahrungen mit diesen beschrieben. Schwachstellenanalyse von Software mit Hilfe der Kriterien der Gebrauchstauglichkeit (Ausgabe 4/2002) Autoren: Jochen Mussgnug, Markus Neumann Zusammenfassung: In diesem Beitrag
wenden wir uns dem Thema Softwareergonomie zu. Sitzen im Büro – Last oder Lust (Ausgabe 4/2002) Autoren: Yvonne Ferreira, Rolf Helbig Zusammenfassung: Der Mensch verbringt an
einem Büroarbeitsplatz etwa 70.000 Stunden
seines Lebens in sitzender Position – Grund genug, sich mit der
richtigen Arbeitsposition
auseinanderzusetzen. Der Beitrag stellt die Probleme des häufigen und
falschen Sitzen dar
und geht auf die hierbei relevanten physiologischen Gegebenheiten des
Menschen ein. Ergonomie am Bildschirmarbeitsplatz – Ad-hoc-Massnahmen direkt bei der Arbeitsplatzbegehung (Ausgabe 4/2002) Autoren: Christoph Spelten, Verena Bopp Zusammenfassung: "Endlich mal jemand, der gute Vorschläge macht, die vernünftig und schnell umgesetzt werden können.". Diese Antwort erhielten Analytiker des Instituts für Arbeitswissenschaft der TU Darmstadt (IAD) sehr häufig bei der Analyse von Arbeitsplätzen, hier speziell Büroarbeitsplätze. Der wesentliche Grund war, dass bei allen durchgeführten Analysen nicht nur Mängel festgestellt und notiert, sondern immer sofort Lösungsvorschläge angeboten wurden. Und bei diesen Vorschlägen stand stets das Ziel "Einfache und schnelle Problemlösung" im Vordergrund. Der vorliegende Beitrag stellt einige dieser Lösungen vor, beispielsweise für die verbesserte Plazierung des Bildschirms oder die Veränderung der Tischhöhe. Die Vorschläge, die hier dargestellt werden, regen dazu an, die ergonomischen Mängel, die am eigenen Arbeitsplatz vorherrschen, zu erkennen, und zum anderen mit einfachen Mitteln zu beseitigen. Flächenplanung von Büroarbeitsplätzen – Berücksichtigung von Ergonomie und Organisation (Ausgabe 4/2002) Autor: Ralf Neuhaus Zusammenfassung: Bei Neu- oder
Umbaumaßnahmen ist oftmals festzustellen, dass der
notwendige bzw. zu veranschlagende Flächenbedar4f für
Bildschirmarbeitsplätze konträr
diskutiert wird. Fachkräfte für Arbeitssicherheit und die
Berufsgenossenschaften verweisen
auf die Sicherheitsregeln der Berufsgenossenschaften mit einem
Flächenbedarf von 8 bis 10
m2 pro Person in Büroräumen herkömmlicher Art (vgl.
Verwaltungs-Berufsgenossenschaft
1976 und 1980). Demgegenüber beziehen sich Architekten bzw. Innenarchitekten vielfach
auf Erfahrungswerte, wodurch sich Werte von 6 bis 14 m2 pro Person
ergeben können. Beteiligungsorientierte Büroraumgestaltung (Ausgabe 4/2002) Autor: Ekkehart Frieling Zusammenfassung: Wie bei allen Maßnahmen der Organisationsentwicklung so ist es auch bei der Neu- und Umgestaltung von Büroräumen sinnvoll und notwendig, die beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in die Gestaltung einzubeziehen. Dieser Beitrag beschreibt, wie man dabei am besten vorgehen kann und erklärt Vor- und Nachteil. In vielen Praxisbeispielen geht dieser Beitrag auf Gestaltungsmöglichkeiten ein. Flächenwirtschaft versus Kommunikation – DZ Bank AG-Projekt "Neue Bürokonzepte" am Beispiel des Westend1-Hochhauses (Ausgabe 4/2002) Autoren: Reinhard H. Jost, Achim Kriegeis, Bernd Britzke Zusammenfassung: Die Diskussion um Vor. Und Nachteile der beiden konkurrierenden Bürokonzepte Zellen- und Großraumvariante ist schon über 100 Jahre Alt: Ob es "die" allgemeingültige Lösung für Büroplanung gibt, diskutieren die Autoren am Praxisbeispiel der DZ Bank in Frankfurt und leiten Handlungshinweise zur Umsetzung in anderen Büros ab. Lärmschutz und akustischer Komfort im Büro (Ausgabe 4/2002) Autoren: Helmut Fuchs, Xueqin Zha, Horst Drotleff Zusammenfassung: Anspruchsvolle Büroarbeit verlangt geistige Konzentration und vielfältige Kommunikation im Raum selbst und über Telefone, um produktiv und effizient zu sein. Die von außen eindringenden und von Arbeitsgeräten erzeugten Geräusche, aber vor allem die im Raum konkurrierenden Stimmen stellen eine oft vernachlässigte Belastung dar. Innovative bau- und raumakustische Maßnahmen können nach neuen Erkenntnissen des FraunhoferInstituts für Bauphysik IBP, die am Office Innovation Center in Stuttgart praxisgerecht zu Gehör gebracht werden können, den akustischen Komfort nachhaltig verbessern, ohne die architektonische und klimatische Raumgestaltung einzuschränken. Voraussetzung ist allerdings, dass bei Investoren, Bauherren, Planern und Nutzern das Bewusstsein für die akustische Qualität von Arbeitsumgebung als herausragender Ergonomie-Faktor endlich wächst. Vielleicht kann die demnächst erscheinende Neuausgabe der DIN 18 041 (Hörsamkeit in kleinen bis mittelgroßen Räumen für Sprache und Musik) mithelfen, einem weit verbreiteten Missstand beim Neu- und Umbau sowie bei der Einrichtung von Büros zu beheben, indem sie eindeutige Anforderungen hinsichtlich des Nachhalls im gesamten Frequenzbereich zwischen 63 und 4000 Hz festlegt. Bauteile-Herstellern und Montage- Firmen stehen inzwischen geeignete Werkzeuge und attraktive Materialien zur Verfügung, die sich in zahlreichen Sanierungs-Fällen bewährt haben. Vor- und Nachteile intensiver Beleuchtung am Büroarbeitsplatz (Ausgabe 4/2002) Autoren: Christoph Schierz, Helmut Krueger Zusammenfassung: Beleuchtung wirkt nachweislich auf den menschlichen Körper. Es gibt sowohl positive Wirkungen von Beleuchtung am Arbeitsplatz als auch negative. Der Beitrag diskutiert die unterschiedlichen Aspekte und macht klar, dass die Optimierung der Beleuchtung alleine keine ganzheitliche arbeitswissenschaftliche Arbeitsplatzgestaltung ersetzt. Ligth@Work – Licht für das Büro (Ausgabe 4/2002) Autor: Thomas Spillmann Zusammenfassung: Für die Augen bedeutet
das Lesen am Bildschirm Schwerstarbeit. Blendschutz und Beleuchtung am Bildschirmarbeitsplatz (Ausgabe 4/2002) Autorin: Anja Winter Zusammenfassung: Viele
Bildschirmarbeitsplätze sind hinsichtlich der Beleuchtung nicht
optimal eingerichtet. Innovative Arbeitskonzepte zur Steigerung von Kreativität und Produktivität im Büro (Ausgabe 4/2002) Autoren: Wilhelm Bauer, Peter Kern Zusammenfassung: Der Trend zur
Globalisierung und verstärkten Nutzung von Informations-
und Kommunikationstechniken verändert auch die Arbeit im Büro und am
Büroarbeitsplatz. Arbeitsbedingungen in Call Centern (Ausgabe 4/2002) Autorin: Beate Pflugk Zusammenfassung: Die Arbeitsbedingungen,
unter denen Beschäftigte in Call Centern
arbeiten, sind hoch und gehen in der Regel über das im klassischen Büro
übliche Niveau
hinaus. Dauerkonzentrationsleistungen bei zeitgleicher Kommunikation mit
Kunden am
Telefon und Bildschirmarbeit sind kennzeichnend für die Tätigkeit.
Problembelasteter
Gesprächsstoff kann Stresssituationen auslösen und die Tätigkeit ist in
hohem Maße
kontrollierbar. Hinzu kommt die starke Arbeitsplatzbindung: Dauersitzen
verlangt dem
Körper Höchstleistungen ab. Diese typischen Belastungen gilt es im Sinne
einer langfristigen
Gesunderhaltung und Motivation der Call Center Agenten entsprechende
präventive
Maßnahmen entgegenzusetzen. Denn im Call Center ist es besonders
wichtig, die
Leistungsvoraussetzungen der Beschäftigten durch eine optimal Gestaltung
der
Arbeitsbedingungen zu erhalten und zu fördern. Nur so sind
arbeitsbedingte Erkrankungen
und das allgemein bekannte Fluktuationsproblem als in hohem Maße zu
Buche schlagende
Kostenfaktoren in den Griff zu bekommen. Eine Reihe bereits bewährter
Gestaltungsvarianten lassen sich vorzugsweise im Planungsprozess
berücksichtigen. In
bestehenden Call Centern können Defizite über komplexe
Arbeitsplatzanalysen unter
wirksamer Mitarbeiterbeteiligung erkannt werden. Bewährtes Instrument
dafür ist die
Durchführung von Mitarbeiterbefragungen. Aus den Ergebnissen werden
gezielte
Maßnahmen zur Verbesserung der objektiv und subjektiv ermittelten
Situationen abgeleitet. Vernetzte Büroarbeit – Gestaltung von Telekooperation (Ausgabe 4/2002) Autoren: Holger Lkuzak, Christian Foltz, Manfred Mühlfelder Zusammenfassung: Telekooperation ist die mit Hilfe von Informations- und Kommunikationssystemen unterstütze Zusammenarbeit zwischen räumlich verteilten Organisationen sowie Organisationseinheiten. Arbeitswissenschaftliche Kenntnisse können dazu beitragen, Probleme bei standortübergreifenden kooperativen Arbeitsprozessen zu erkennen und Lösungsvorschläge zu deren Beseitigung zu entwickeln. Anhand der vier Gestaltungsfelder "Mitarbeiter", "Arbeitsaufgaben", "Arbeits- und Betriebsorganisation" und "Informations- und Kommunikationstechnik" werden Probleme und Möglichkeiten der Telekooperation diskutiert und Handlungsanleitungen für betriebliche Praktiker entwickelt, die sich mit der Analyse, Bewertung und Gestaltung von neuen Formen der standortübergreifenden Arbeitsorganisation auseinandersetzen. Arbeitsmedizinische Aufgaben und Probleme bei Büroarbeit (Ausgabe 4/2002) Autoren: Hanns C. Korus, Klaus Scheuch Zusammenfassung: Büroarbeitsplätze und
Gesundheit sowie Arbeitsfähigkeit der
Beschäftigten spielen in den letzten Jahren zunehmend eine Rolle und
rücken damit auch
stärker in das Blickfeld der Arbeitsmedizin. In diesem Beitrag sollen
die rechtlichen
Rahmenbedingungen und Aufgabenstellungen sowie die auftretenden Probleme
einer
arbeitsmedizinischen Betreuung bei Arbeitnehmern bei Bürotätigkeiten
dargestellt werden. Gibt es Vorgehensmerkmale erfolgreichen Entwickelns von Produkten? (Ausgabe 5 – 2002) Autor: Winfried Hacker, Annekatrin Wetzstein und Anne Römer Schlüsselwörter: Problemlösen beim Entwurfsdenken · Strategien · Vorgehensmerkmale Zusammenfassung In drei Studien (n1= 71, n2= 73, n3= 60) werden Vorgehensmerkmale beim Entwerfen eines Alltagsgegenstands und deren Einfluss auf die Lösungsgüte des zeichnerischen Entwurfs bei Personen ohne Entwurfsausbildung untersucht. In der Literatur sind bisher keine vorherrschenden Strategien des Entwerfens und keine Beziehungen zwischen bestimmten komplexen Strategien und hoher Lösungsgüte bekannt. Jedoch wurden in Fallstudien wiederholt Einzelmerkmale des Vorgehens erfolgreicher Konstrukteure berichtet. In experimentellen Studien mit naiven Entwerfern wurden einzelne Vorgehensmerkmale identifiziert (u. a. eingehende Aufgabenanalyse; Entwerfen von Lösungsalternativen; wiederholter Wechsel zwischen der Arbeit am Gesamtsystem und an Komponenten), die mit hoher Lösungsgüte in signifikanter Beziehung stehen. Das Vorschreiben komplexer "reiner" Strategien (systematisch vs. opportunistisch) führt nicht zu unterschiedlicher Lösungsgüte; es gibt Hinweise auf Vorzüge hybrider Vorgehensweisen. Praktische Relevanz Die Ergebnisse der vorliegenden Untersuchungen tragen zum einen
wichtige Merkmale für die Konstruktions- bzw. Entwurfsausbildung
zusammen, welche in einem didaktischen Konzept der Ausbildung
berücksichtigt werden sollten. Zum anderen werden bedeutsame Faktoren
für die tätigkeitsgerechte Auslegung von Arbeitsmitteln, z. B. die
CAD-Software ermittelt.
Analyse der Vorgesetzten-Mitarbeiter-Beziehung - Methode zum Verständnis von Ursachen und Wirkungszusammenhängen (Ausgabe 5 – 2002) Autor: Dirk Mackau, Matthias Brüggmann und Holger Luczak Schlüsselwörter: Führungsverhalten · Mitarbeiterbefragung · Kennzahlensystem · Evaluation Zusammenfassung Eine der wesentlichen Schwierigkeiten bei der Neugestaltung von Organisationsstrukturen und -abläufen ist die Identifikation und Beschreibung bisheriger Schwachstellen oder Leistungslücken sowie die Ableitung geeigneter Gestaltungsmaßnahmen. Neue Managementinstrumente, wie z. B. die Balanced Scorecard, unterstützen diesen Prozess durch den Einsatz von Kennzahlen. Heute werden häufig leicht zu quantifizierende Kennzahlen herangezogen; Wechselwirkungen - speziell durch das Interagieren von Personen auf unterschiedlichen Hierarchieebenen - bleiben weitgehend unberücksichtigt. In diesem Beitrag wird aufgezeigt, dass auch Größen, die nur schwer oder nicht zu quantifizieren sind, wie z. B. die Vorgesetzten-Mitarbeiter-Beziehung, wichtige Regelgrößen darstellen. Weiterhin wird verdeutlicht, welche Kennzahlen zur Beschreibung dieser Abhängigkeit eingesetzt werden können, welche Probleme bei der Ermittlung der Kennzahlen auftreten und wie Informationen zum Anstoßen eines Lernprozesses gewonnen werden können. Praktische Relevanz Dieser Beitrag stellt ein Instrumentarium vor, welches es ermöglicht,
Auswirkungen komplexer Sachverhalte wie die
Vorgesetzen-Mitarbeiter-Beziehung in Organisationseinheiten zu
analysieren.
Die Job-Exposure-Matrix als Instrument für eine arbeitsweltbezogene Auswertung von Morbiditätsdaten der Krankenkassen (Ausgabe 5 – 2002) Autor: Wolfgang Boedeker Schlüsselwörter: Job-Exposure-Matrix · Arbeitsunfähigkeitsdaten · Arzneimitteldaten · Epidemiologie der Arbeitswelt · statistische Modelle Zusammenfassung Leistungsdaten der Krankenkassen stellen Morbiditätsinformationen bereit, die routinemäßig für die Analyse arbeitsbedingter Gesundheitsgefahren herangezogen werden können. Die Daten müssen aber zunächst um Belastungsinformationen ergänzt werden. Es wird hierfür eine Job-Exposure-Matrix, also eine Zusammenstellung von durch Experten standardisiert erfassten Belastungsmerkmalen für vorab definierte Arbeitsplatztypen vorgestellt. Für die statistische Auswertung werden geeignete Modelle verglichen und Auswahlkriterien abgeleitet. Praktische Relevanz Ein einfaches Verfahren zur arbeitweltbezogenen
Gesundheitsberichterstattung mit Daten der Krankenkassen wird
vorgestellt. Arbeitsplatztypen werden hinsichtlich der zugrunde
liegenden körperlichen und psychischen Belastungen eingestuft. Mit
geeigneten statistischen Verfahren können sodann die Assoziationen
zwischen Belastungen und Morbidität routinemäßig quantifiziert werden.
Der immerwährende Traum vom Ende des Fliessbands: Rückblick – Gegenwart
– Blick in die Zukunft Autor: Ben Dankbaar Schlüsselwörter: Fliessband · Arbeitsorganisation · Automatisierung · Humanisierung · Dienstleistungsarbeit · Automobilindustrie Zusammenfassung Das Fliessband war fast ein Jahrhundert lang Leitbild in der Arbeitsorganisation, nicht nur in der Automobilindustrie sondern weit darüber hinaus. Wirksame Alternative zum Fliessband sind trotz der mangelnden Arbeitsqualität zumindest für die Endmontage von Automobile nicht gefunden. Als Leitbild für die Arbeitsorganisation im 21. Jahrhundert ist das Fliessband aber nicht brauchbar. Neuere Modelle der Arbeitsorganisation orientieren sich eher an die Praktiken im Dienstleistungsbereich. Langfristig werden dadurch auch die Bedingungen für eine profitable Montage am Fliessband in Deutschland untergraben. Praktische Relevanz Dieser Beitrag diskutiert aktuelle Fragen der Arbeitsgestaltung in einer historischen Perspektive. Er zeigt, dass eine überzeugende Alternative zum Fliessband trotz vieler Bemühungen nicht vorhanden ist. Das Modell der Fliessbandarbeit ist aber trotzdem gefährdet, weil es nicht passt zu der Entwicklung einer post-industriellen Dienstleistungsgesellschaft. |
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