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TITEL, ZUSAMMENFASSUNGEN, AUTOREN UND
SCHLÜSSELWÖRTER DER BEITRÄGE AB AUSGABE 1/2001 |
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Ausgabe
1/2001
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Autoren: Barbara Hinz, Gerhard Menzel, Helmut Seidel, Ralph Blüthner Schlüsselwörter: Ganzkörperschwingungen, Sitzübertragungsfunktion, Sitzübertragungsfaktor, Frequenzbewertung, individuelle Variabilität, Anthropometrie Zusammenfassung: Im Ergebnis einer
experimentellen Studie werden die Einflüsse von
Expositionsbedingungen, Haltungen und verwendetem Sitztyp auf Parameter der
Sitzübertragungsfunktion und die Sitzübertragungsfaktoren varianzanalytisch untersucht.
Zur Variabilität der Impedanz in Abhängigkeit von Intensität, Haltung und Körpermasse (Ausgabe 1/2001) Autoren: Barbara Hinz, Helmut Seidel, Gerhard Menzel, Ralph Blüthner Schlüsselwörter: Ganzkörperschwingungen, Impedanz, Nichtlinearität, Intensität, Haltung, individuelle Variabilität Zusammenfassung: Die Gestaltung von Arbeitsplätzen mit Einwirkung von Ganzkörperschwingungen basiert häufig auf Mittelwerten der Impedanz des sitzenden Menschen unter der Annahme eines linearen Schwingverhaltens. In einer experimentellen Studie wurden die Einflüsse von Intensität, Haltung und Körpermasse auf die Impedanz und ihre Variabilität untersucht. Die Mittelwerte der Impedanz stimmen grundsätzlich mit den Ergebnissen anderer Autoren sowie dem Stand der Normung überein, beschreiben jedoch ein System mit einer Dämpfung, die höher als im Einzelfall ist. Die Körpermasse ist nur unterhalb 6-8 Hz als Bezugsgröße für eine Normierung geeignet, mit der die Variabilität reduziert werden kann. Als Ausdruck nichtlinearen Schwingverhaltens nehmen die Maxima der Beträge der Impedanz und ihre Frequenzlage mit zunehmender Intensität ab - in aufrechter und lockerer Fahrerhaltung mehr als in vorgeneigter Haltung. Interindividuelle Variabilität und nichtlineares Schwingverhalten sollten bei der Entwicklung von Modellen ebenso Berücksichtigung finden wie bei der Entwicklung und Beurteilung von schwingungsdämpfenden Sitzen.
Analyse von Spurwechselvorgängen im Verkehr (Ausgabe 1/2001) Autoren: Wolfgang Fastenmeier, Jürgen Hinderer, Ulf Lehnig, Herbert Gstalter Schlüsselwörter: Merkmale von Spurwechselvorgängen, Fahrerassistenzsysteme, Verkehrs- und Fahrersituation, Time-to-collision, Kritische Zeitlücken Zusammenfassung: Von der Entwicklung
von "Spurwechselassistenten" verspricht man sich
insbesondere eine Entlastung des Fahrers und somit eine Erhöhung der Sicherheit in
Spurwechselsituationen. Die Entwicklung einer solchen komplexen Funktionalität erfordert
zunächst eine ausführliche Analyse- und Spezifikationsphase, um die verkehrlichen,
fahrzeug-
und systemtechnischen Voraussetzungen für den Einsatz solcher Systeme zu klären.
Im folgenden Beitrag werden grundlegende Aspekte von Spurwechselsituationen beleuchtet
und in den Kontext der Entwicklung eines Spurwechselassistenten gestellt. Zu diesem Zweck
wurde in einem iterativen Prozess ein Klassifikationssystem für Spurwechselvorgänge
entwickelt. In umfangreichen Verkehrsbeobachtungen auf Autobahnen, Landstraßen sowie
Stadtstraßen mit einem instrumentierten Messfahrzeug wurden dabei die wesentlichen
Merkmale der definierten Spurwechselvorgänge sowie ihr sicherheitskritisches Potential
ermittelt.
Unterstützung des Entwurfsdenkens (Ausgabe 1/2001) Autoren: Pierre Sachse, Sven Leinert, Winfried Hacker Schlüsselwörter: Entwurfsdenken, Computerunterstütztes Konstruieren, Skizzieren, Virtuelle Realität. Zusammenfassung: Gegenstand der Studie ist die Unterstützung des Entwurfsdenkens (design problem solving). Im Rahmen einer experimentellen Untersuchung mit 76 Studierenden vorwiegend ingenieurwissenschaftlicher Fachbereiche fungierten als gruppenbildende unabhängige Variablen bei der Konstruktion einer Antriebsvorrichtung der Gebrauch digitaler Arbeitsmittel (CAD bzw. VR) entweder mit oder ohne Aufforderung zum vorherigen Skizzieren der Lösungsideen. Die Ergebnisse zeigen, dass ein zusätzliches Skizzieren zu einer signifikanten Verringerung der Gesamtanzahl der Lösungsschritte, insbesondere redundanter Wiederholungs-, korrigierender und testender Schritte, führt. Trotz einer zusätzlichen Skizzierzeit ändert sich dabei die Gesamtbearbeitungszeit nicht. Ausgehend von diesen Befunden werden Möglichkeiten einer Kombination von umfassenden sinnlichen Erfahrungen durch reales Skizzieren und gegenständliches Modellieren bei gleichzeitiger Realisierung einer auch datentechnisch geschlossenen Informationskette diskutiert.
Erleben von Rollenambiguität bei Leiharbeitnehmern (Ausgabe 1/2001) Autoren: Daniel Sodenkamp, Klaus-Helmut Schmidt Schlüsselwörter: Leiharbeit, Facetten der Rollenambiguität bei der Arbeit, Informationsversorgung, Leistungsrückmeldung, Arbeitszufriedenheit, Gruppenkohäsion Zusammenfassung: Die vorliegende Studie vergleicht das Ausmaß erlebter Rollenambiguität bei der Arbeit zwischen Stammbeschäftigten (n = 74) und Leiharbeitnehmern (n = 40) desselben Betriebes. Dabei werden drei Facetten von Rollenambiguität unterschieden: die erlebte Unsicherheit über die einzusetzenden Methoden zur Arbeitserledigung, die Unsicherheit über die zeitliche Strukturierung von Arbeitsabläufen und die Unsicherheit über die zu erfüllenden Leistungskriterien. Es kann gezeigt werden, dass in allen drei Facetten Leiharbeitnehmer signifikant mehr Unsicherheit erleben als Stammbeschäftigte. Zur Prüfung der Frage, ob die gefundenen Unterschiede auf den Arbeitnehmer-Status selbst zurückgehen, wurden hierarchische Regressionsanalysen durchgeführt. Um mögliche Drittvariableneinflüsse zu kontrollieren, wurden biografische Angaben sowie Skalen zur Informationsversorgung, Leistungsrückmeldung, Gruppenkohäsion und zur allgemeinen und kontextbezogenen Arbeitszufriedenheit in den Untersuchungsansatz einbezogen. Dabei zeigte sich, dass die Unterschiede in der erlebten Rollenambiguität keineswegs Folge des jeweiligen Arbeitnehmer- tatus sind. Sie sind jedoch auch nur teilweise auf die berücksichtigten Korrelate des Arbeitnehmer-Status zurückzuführen.
Diagnostizität und Sensitivität von Beanspruchungsmessverfahren (Ausgabe 1/2001) Autor: Martin Schütte Schlüsselwörter: Diagnostizität, Sensitivität, Anstrengungsskala, AGARD-Stres-Batterie, Generalisierbarkeitstheorie Zusammenfassung: Zur Erfassung
informatorisch-mentaler, also psychischer Anforderungen
werden Befragungsinstrumente standardmäßig eingesetzt. Allerdings macht die Auswahl
einer
konkret auf den jeweiligen Anwendungsfall abgestimmten Methode bisher Schwierigkeiten, da
Angaben zum Indikationsbereich der Verfahren weitgehend fehlen, über den jedoch zwei
Kriterien - nämlich die sogenannte Diagnostizität und Sensitivität - Auskunft geben
können. Emotion und Arbeit: Zum Stand der Dinge (Ausgabe 1/2001) Autor: Jürgen Wegge Schlüsselwörter: Emotion, Stimmung, Arbeit, Motivation, Arbeitszufriedenheit, Emotionsmanagement Zusammenfassung: Arbeit bietet ohne Frage vielfältige Gelegenheiten, verschiedenste Emotionen zu erleben, z.B. Langeweile oder Interesse bei der Ausführung von Tätigkeiten, Scham und Stolz über eigene Leistungen sowie Liebe, Ärger, Eifersucht, Dankbarkeit und Haß hinsichtlich Kollegen, Kunden, Patienten oder Vorgesetzten. Was Emotionen und auch Stimmungen bei der Arbeit eigentlich hervorruft und welche Wirkungen von ihnen ausgehen, ist in den letzten Jahren intensiv untersucht worden. Hierbei hat sich gezeigt, dass die genauere Analyse menschlicher Emotionen und Stimmungen bei der Arbeit zahlreiche Vorteile mit sich bringt. Man kann z.B. Phänomene wie Hilfeverhalten, Fluktuation und Leistungsveränderungen oft besser erklären als mit klassischen Emotions- oder Motivationsindikatoren (z.B. Arbeitszufriedenheit). Das wesentliche Anliegen dieses Beitrages ist daher, auf die zahlreichen neuen Studien, einige neue Forschungsinstrumente und auch auf theoretische Fortschritte in diesem Bereich aufmerksam zu machen. Dies ist auch deshalb geboten, weil Emotion und Arbeit auf sehr vielfältige Weise miteinander verknüpft sind und die Gestaltung von Arbeit demnach auch als Management von Emotionen begriffen werden kann. Drei Prinzipien, nach denen ein organisationales Emotionsmanagement auszurichten ist, werden abschließend zur Diskussion gestellt. Nahtlose Integration von Virtueller Realität in gewohnte Arbeitsplätze (Ausgabe 2/2001) Autoren: Authors: Oliver Bimber, L. Miguel Encarnação und André Stork Stichworte: Virtuelle Realität, Erweiterte Realität, Benutzer-Interaktion, < Arbeitsplatz der Zukunft Zusammenfassung: Unter Verwendung
von Virtueller Realität (VR) und der damit verbundenen
neuartigen Technologie, entwickeln sich computergestützte Umgebungen eindeutig zu einer
Hauptkomponente von zukünftigen Arbeitsplätzen. Dank einiger technologischen
Entwicklungen innerhalb der letzten Jahre, stellte sich VR als eine praktisch einsetzbare
Möglichkeit für viele Anwendungsbereiche heraus. In diesem Artikel wollen wir einige
Ideen,
technologische Konzepte und aktuelle Forschungsergebnisse vorstellen, die eine Nahtlose
Integration von VR in eine gewohnte Arbeitsumgebung ermöglichen sollen, und somit zu
einer
sukzessiven Wandlung dieser Umgebungen zu high-tech Arbeitsplätzen beitragen.
Lernförderliche Gestaltung von technischen Systemen als Grundlage der Benutzungsfreundlichkeit (Ausgabe 2/2001) Autor: Georg Geiser Schlüsselwörter: Lernen und Benutzen, Lernziele, Lernvoraussetzungen, lernförderliche Gestaltung Zusammenfassung: Für die
erfolgreiche Benutzung von technischen Systemen ist durch
vorbereitendes und begleitendes Lernen erworbene Handlungskompetenz notwendig.
Neue Benutzungsschnittstellen für die Unterstützung von Arbeits- und Freizeit-Communities (Ausgabe 2/2001) Autoren: Michael Koch, Dave Snowdon und Antonietta Grasso Schlüsselwörter: Informationssysteme, Wissensmanagement, Community-Unterstützung, Benutzungsschnittstellen Zusammenfassung: Die Nutzung von
vernetzten Rechnern zur Unterstützung von
Arbeitsgruppen sowie zur Unterstützung von Communities in Arbeitsumgebungen oder in
Freizeitumgebungen stößt sehr schnell an die Grenzen des Machbaren, wenn es darauf
ankommt, eine möglichst große Reichweite der Informationssysteme ohne besondere
organisatorische Maßnahmen sicherzustellen. Eine mögliche Lösung des Problems ist die
Ausdehnung der Reich-weite durch neuartige Benutzungsschnittstellen.
Bilder als Kommunikationsschnittstelle - Zur Rolle der Visualisierung in Organisationen (Ausgabe 2/2001) Autor: Kathrin M. Möslein Schlüsselwörter: Visualisierung, Bildkommunikation, Informationslandkarten, organisatorischer Wandel Zusammenfassung: Vor dem Hintergrund
der Medienentwicklung wird heute von zahlreichen
Wissenschaftlern ganz unterschiedlicher Disziplinen eine "Revolution der Bilder"
- ein relativer
Bedeutungsverlust der Wort- und Zahlenkommunikation zugunsten der Bildkommunikation -
konstatiert und mit faszinierenden neuen Forschungsfragestellungen in Verbindung gebracht.
Die Entwicklung von User Interfaces als arbeitswissenschaftlicher Prozess und seine Unterstützung durch Software - Tools (Ausgabe 2/2001) Autoren: Hartmut Wandke, Richard Oed, Eduard Metzker, Markus van Ballegooy und Julia Nitschke Schlüsselwörter: Benutzungsschnittstelle, Assistenzsysteme, Benutzbarkeit, Entwicklungsprozess Zusammenfassung: In einem
BMBF-Leitprojekt zur Mensch-Technik Interaktion in der
Wissensgesellschaft - Elektronische Multimediale Bedien- und Service-Assistenz (EMBASSI)
- werden intranet-basierte Software-Tools entwickelt, die den Entwicklern von
Assistenzsystemen und anderen interaktiven Systemen helfen sollen, erfolgreich ein
aufgaben-und benutzerorientiertes Vorgehen zu praktizieren. Es wird der aktuelle Stand bei der
Entwicklung von zwei Komponenten beschrieben: ProUSE unterstützt Organisationen, die an
der Entwicklung von User Interfaces beteiligt sind, bei der Analyse, der Spezifikation,
dem
Entwurf, der Gestaltung, der Bewertung und Entwicklung von Benutzungsoberflächen und
Dialogsystemen. GUIDEAS ist ein präskriptives Vorgehensmodell zur Entwicklung von
Assistenzsystemen. Die Grundidee beider Komponenten besteht darin, den Entwicklern von
User Interfaces im allgemeinen und von EMBASSI-typischen Assistenzsystemen im speziellen
arbeitswissenschaftliche Erkenntnisse in Form von hypermedial aufbereiteten
Informationstexten, Datenbankeninhalten, Erfahrungsberichten, Methoden, Tools &
Templates
u. a. zur Verfügung zu stellen und ihnen zugleich eine arbeitswissenschaftlich
orientierte
Vorgehensweise vorzuschlagen.
Seitenkonzept zur Kommunikationsergonomischen Darstellung von objektorientierten Unternehmensdaten (Ausgabe 2/2001) Autoren: Gert Zülch, Sasche Stowasser und Volker Keller Schlüsselwörter: Kommunikationsergonomie, Benutzungsfreundlichkeit, Benutzungsoberfläche, Objektorientierung, Evaluation Zusammenfassung: Die übersichtliche Darstellung komplexer objektorientierter Datenstrukturen und die Reduzierung der damit einhergehenden Informationsflut für die Benutzer ist Ziel eines Teilprojektes im Sonderforschungsbereich 346 "Rechnerintegrierte Konstruktion und Fertigung von Bauteilen". Zu diesem Zweck wurden auf Basis experimenteller Untersuchungen kommunikationsergonomisch günstige Benutzungsschnittstellen zur Handhabung, Navigation und Bearbeitung objektorientierter Datenbestände entwickelt. Dabei wurden unterschiedliche Darstellungsweisen mit Hilfe der Blickregistrierung, des Keystroke- ecordings und der Verhaltensbeobachtung miteinander verglichen. Die Untersuchung unterteilte sich dazu in zwei grundsätzlich Teilversuche. Im ersten Teilversuch ging es primär um unterschiedliche Formen der Strukturierung von Informationen. Es zeigte sich, dass eine globale, allumfassende Visualisierung der Informationen wenig sinnvoll ist. Deshalb sollten für vorher klassifizierte Benutzergruppen speziell auf deren Informationsbedarf und Arbeitsbereich abgestellte Sichten verwendet werden. Der zweite Teilversuch beschäftigte sich mit dem Vergleich von mehrdimensionaler Darstellung und von Fenstertechnik. Hierbei stellte sich heraus, dass eine dreidimensionale Darstellung Vorteile gegenüber einer herkömmlichen Repräsentation haben kann. Wirbelsäulenbelastung bei Ausgewählten Tragetätigkeiten (Ausgabe 3/2001) Autoren: Claus Jordan, Matthias Jäger, Andreas Theilmeier, Alwin Luttmann Stichworte: Tragen, Belastung der Lendenwirbelsäule, Biomechanik, Bodenreaktionskräfte, Dynamikeffekte Zusammenfassung: Das Ziel der
Untersuchung ist die Ermittlung der Wirbelsäulenbelastung
beim Tragen von Lasten auf der Schulter und vor dem Körper. Mit Hilfe einer in einen
Laufsteg integrierten Kraftmessplattform wurden die Bodenreaktionskräfte für die
Tätigkeiten
"Tragen auf der Schulter" und "Tragen vor dem Körper", die jeweils
mit verschiedenen
Lastgewichten und verschiedenen Ausführungsgeschwindigkeiten durchgeführt wurden,
gemessen. Die so gewonnenen Daten wurden unter Berücksichtigung der bei den Messungen
ermittelten dynamischen Effekte beim Tragen einer Last (im Gegensatz zum statischen
Halten)
für biomechanische Modellrechnungen zur Gewinnung von Kennzahlen der
Wirbelsäulenbelastung genutzt. Die Ergebnisse dieser Berechnungen verdeutlichen eine
Abhängigkeit der Druckkraft auf die Bandscheibe L5-S1 - als eine der wichtigsten
Kennwerte
der Wirbelsäulenbelastung - von der Höhe des Lastgewichts und der Höhe der
Gehgeschwindigkeit. Mit steigendem Lastgewicht und erhöhter Gehgeschwindigkeit nimmt die
Bandscheibenkompression für beide Tragearten zu; lediglich beim Tragen schwerer Lasten
vor
dem Körper mit hoher Gehgeschwindigkeit zeigen sich differierende Effekte.
Simulation der Druckkräfte in den Beingelenken und der Wirbelsäule bei praxisnahen Schwingungsbelastungen mit Hilfe eines biomechanischen Modells (Ausgabe 3/2001) Autor: Martin Fritz Stichworte: Druckkräfte, Modell, Schwingungsbelastung, Übertragungsfunktionen Zusammenfassung: Bei
Schwingungsbelastung des stehenden oder sitzenden Menschen setzen
sich die in den Beingelenken und der Wirbelsäule übertragenen Druckkräfte zusammen aus
einem statischen und einem zyklischen Kraftanteil. Da diese Kräfte nur mit
Einschränkungen
gemessen werden können, wurde ein biomechanisches Modell für deren Simulation
entwickelt.
Das Belastungs-Beanspruchungskonzept im Vergleich mit Arbeitspsychologischen Konzepten (Ausgabe 3/2001) Autor: Rainer Oestereich Stichworte: Arbeitsbedingungen, Beanspruchung, Belastung, Entscheidungsspielraum, Gesundheit, gesundheitliche Beschwerden, psychische Belastung Zusammenfassung: Das
Belastungs-Beanspruchungskonzept wurde ursprünglich für
Belastungen mit physiologischen Beanspruchungen entwickelt. Infolge seiner Erweiterungen
für sozialwissenschaftliche Fragestellungen beansprucht es Gültigkeit auch für
Belastungen mit
psychischen Beanspruchungen. "Psychische Belastungen" werden in verschiedenen
arbeitspsychologischen Konzepten ausführlich behandelt, jedoch in einer Weise konzipiert,
die
mit dem Begriff "Belastung" im Belastungs-Beanspruchungskonzept nicht
verträglich ist. Vier
arbeitspsychologische Konzepte werden dargestellt: Das Demand/Control-Modell, die
Konzepte Vollständige Tätigkeit, Stress am Arbeitsplatz und Anforderung/Belastung. Es
wird
gezeigt, dass die arbeitspsychologischen Konzepte ebenso wie das
Belastungs-Beanspruchungskonzept psychische Belastungen als Merkmale objektiver
Arbeitsbedingungen verstehen. Im Unterschied zum Belastungs-Beanspruchungskonzept hat
jedoch der Begriff psychische Belastung eine stets negative Bedeutung. Zusätzlich zur
psychischen Belastung berücksichtigen die arbeitspsychologischen Konzepte eine weitere
Dimension von objektiven Arbeitsbedingungen, die sich vor allem auf Entscheidungsspielraum
und Kommunikationsanforderungen bezieht. Höhere Ausprägung dieser Dimension haben
positiv zu wertende Beanspruchungsfolgen, z.B. im Sinne von Persönlichkeitsentwicklung.
Eintritt in die Arbeitswelt - enttäuschte, erfüllte und übertroffene Erwartungen (Ausgabe 3/2001) Autoren: Nathalie Galais, Klaus Moser Schlüsselwörter: Erwartungen, Enttäuschungen, positive Überraschungen, Optimismus, Auszubildende Zusammenfassung: Menschen treten mit
Erwartungen an einen neuen Arbeitsplatz heran -insbesondere wenn es sich um den ersten handelt -, die erfüllt, nicht erfüllt
(enttäuscht) oder
übertroffen (positiv überrascht) werden können. In der vorliegenden Studie an 175
Auszubildenden (vor allem in kreditwirtschaftlichen Instituten) werden die Zusammenhänge
des jeweiligen "Erfüllungsgrads" von Erwartungen mit Arbeitszufriedenheit und
Fluktuationsneigung unter Berücksichtigung möglicher Determinanten des Erfüllungsgrads
untersucht.
Insgesamt waren die Auszubildenden eher positiv denn negativ von ihrer Arbeitsstelle
überrascht. Besonders die Erwartungen hinsichtlich der Zusammenarbeit mit Kollegen und
Vorgesetzten sowie der Arbeitstätigkeiten wurden bei den meisten Auszubildenden
übertroffen. Lediglich Zeitdruck, mangelnde Freizeit und der tägliche Stress wurden
negativer
als erwartet beurteilt.
Blick zurück in die Zukunft der Arbeitswissenschaft (Ausgabe 3/2001) Autoren: Friedrich Fürstenberg Stichworte: Forschungslogik, Forschungsorganisation, Forschungsstrategien, Kerndefinition der Arbeitswissenschaft, Krise der Arbeitsgesellschaft, Partizipative Rationalisierung Zusammenfassung: Anhand eines historischen Überblicks werden Grundorientierungen arbeitswissenschaftlicher Forschung herausgearbeitet. Sie verweisen auf notwendige interdisziplinäre Zusammenarbeit. Mit wachsendem Interesse an partizipativer Rationalisierung werden Zumutbarkeitsgrenzen sozio-psychischer Anforderungen zusätzlicher Forschungsgegenstand. Ein fundamentaler Wandel von Arbeitsstrukturen und -abläufen fordert das Selbstverständnis der Arbeitswissenschaft aufs Neue heraus. Kreative Anpassung ist für die Bereitstellung, Vermittlung und Anwendung der Forschungsergebnisse erforderlich.
Gestaltung der Schnittstelle Mensch/Anlage/Prozess im Rahmen von Anlagenplanungen – Sicherheitsbezogene Anforderungen und Untersuchungsergebnisse Autoren: Brigitte Beer, Peter Stadler Stichworte: Arbeitsschutz und Planung, arbeitsschutzorientierte Anlagenplanung, Schnittstelle Mensch/Anlage/Prozess, prospektive Arbeitsgestaltung Zusammenfassung: Im vorliegenden Beitrag werden, vor dem Hintergrund des Arbeitspsychologischen und arbeitswissenschaftlichen Forschungsstandes, die Ergebnisse einer empirischen Untersuchung von Neu- bzw. Änderungsplanungen zur Planung der Schnittstelle Mensch/Anlage/Prozess in der chemischen Industrie vorgestellt. Auf Basis der Analyseergebnisse wird eine Planungstypologie entwickelt.
Multi-Perspektivische Usability-Engineering-Handbücher und die Schwierigkeit ihrer Validierung am Beispiel EU-CON II (Ausgabe 4/2001) Autoren: Christian Stary, Thomas Hahn, Roland Hintersteiner, Klaus Schatz, Alexandra Totter Stichworte: Usability Engineering, Validierung von Handbüchern, (Re)Design von Benutzungsschnittstellen, Bewertung und (Um)Gestaltung von Bildschirmarbeit, Arbeits/Gesundheitsschutz, EU-Richtlinie 90/270/EWG Zusammenfassung: In der vorgestellten Studie wird das Handbuch für Evaluateure und Gestalter von Benutzungsschnittstellen, welches der Analyse- und (Um)Gestaltungsphase des Usability-Engineering-Instruments EUCON II zugrunde liegt, einem Gütetest bezüglich Verständlichkeit und zielgerichteter Einsetzbarkeit unterzogen. Praktische Relevanz: Die Studie zeigt eine neuartige
Methode, um Handbücher bezüglich Verständlichkeit und zielgerichteten
Einsatzes für unterschiedliche Adressaten zu testen. Bei ihrer Anwendung
brachte die Bewertung des Handbuchs für das Usability-Engineering-Instrument
EU-CON II wertvolle Ergebnisse, welche zur Weiterentwicklung des Instruments
direkt herangezogen werden können.
Regulationsbehinderungen bei der Tele-Heimarbeit unter Berücksichtigung des Wechselverhältnisses zwischen Erwerbsarbeit und Familie (Ausgabe 4/2001) Autor: Michael Treier Stichworte: Telearbeit im familialen Umfeld, Selbst- und Familienregulation, Regulationsbehinderungen, Stress und Stressbewältigung Zusammenfassung: Dieser Beitrag befasst sich mit der Selbst- und Familienregulation bei der Teleheimarbeit, um Belastungs- und Beanspruchungsmomente im integrierten Arbeits- und Familiensystem zu identifizieren. Es werden v. a. die Regulationsbehinderungen, die sich als Störungen manifestieren, dargestellt. Dabei verdeutlicht sich die mit dem Mythos der besseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf postulierte Gleichzeitigkeit des Ungleichzeitigen, wenn man z. B. an der Synchronisation von Kleinkinderbetreuung und dienstlichen Obliegenheiten denkt. Praktische Relevanz: Viele Unternehmen führen im Kontext
der Informatisierung und Flexibilisierung der Arbeitswelt Telearbeit ein.
Erfolgreiche Umsetzungskonzepte für Telearbeit dürfen jedoch nicht die
regulatorischen Probleme im Hinblick auf die Zusammenführung zweier
Lebensbereiche ignorieren. Es lässt sich zeigen, dass eine wesentliche
Bedingung für den Erfolg der Einführung von Telearbeit ein "Bündnis für
Arbeit" hinsichtlich der familialen und betrieblichen Ansprüche ist.
Unterstützungswert des Skizzierens im Entwurfsprozess (Ausgabe 4/2001) Autoren: Martina Schütze, Pierre Sachse, Anne Römer Schlüsselworte: Entwerfendes Problemlösen, Prozess des Skizzierens Zusammenfassung: Der Unterstützungswert der Skizziertätigkeit in den frühen Phasen des konstruktiven Entwurfsprozesses wird in einer Laborstudie experimentell überprüft und an einem Fallbeispiel näher beleuchtet. Es lassen sich positive Auswirkungen auf die Güte der konstruktiven Lösung und auf subjektive Aspekte beobachten. Praktische Relevanz: Erkenntnisse im Bezug auf die Bedeutung der Skizziertätigkeit bestätigen die Wichtigkeit der Entwicklung digitaler Skizziertools, die durch ihr hard- und softwareergonomisches Konzept ein großes Potenzial hinsichtlich wettbewerbsentscheidender Zeit- und Kosteneinsparungen und markterschließender Innovationen für den Produktentwicklungsprozess darstellen.
Qualitätssicherung durch umfassende Selbstevaluation: Anwendung des partizipativen Produktivitätsmanagement (PPM) in einer psychiatrischen Klinik (Ausgabe 4/2001) Autoren: Sven Hollmann, Klaus-Helmut Schmidt, Ulrich Trenckmann Stichworte: Qualitätsmanagement, Selbstevaluation, Krankenhaus, Partizipatives Produktivitätsmanagement, (PPM) Zusammenfassung: Der Beitrag führt in die besonderen Probleme der Qualitätsmessung im Gesundheitswesen ein und beschreibt darauf aufbauend die Erfahrungen mit der Anwendung des Partizipativen Produktivitätsmanagement als Instrument der Selbstevaluation in einer psychiatrischen Klinik. Praktische Relevanz: Die beschriebe Methode des Partizipativen Produktivitätsmanagements (PPM) ist geeignet, die Prozess- und Ergebnisqualität von Arbeitsgruppen (z. B. Stationen) im Krankenhaus umfassend zu messen und rückzumelden. Die Gruppen erhalten außerdem Hinweise darauf, welche Verbesserungsbemühungen besonders wirksam sind. |